ORF-Wahl: Wrabetz kann mit 29 Stimmen rechnen
 

ORF-Wahl: Wrabetz kann mit 29 Stimmen rechnen

Vor der Wahl des neuen ORF-Generaldirektors findet das Hearing statt. Dem ORF-Stiftungsrat stellen sich Amtsinhaber Alexander Wrabetz und Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz.

Am Wiener Küniglberg hat am Dienstagvormittag die Sitzung des ORF-Stiftungsrats begonnen, in der der neue Generaldirektor gewählt wird. Spätestens seit sich der ÖVP-"Freundeskreis" am Montagabend dafür entschlossen hat, mehrheitlich für Amtsinhaber Alexander Wrabetz zu stimmen, ist klar, dass Wrabetz mit einer großen Mehrheit wiedergewählt werden wird. Einzig spannende Frage war Dienstagfrüh, mit wie vielen Stimmen der Amtsinhaber rechnen kann - ORF-Insider tippen auf 29.

Die ÖVP wird Wrabetz voraussichtlich sieben Stimmen geben, wobei Leiter Franz Medwenitsch eher nicht für den Amtsinhaber stimmen wird. Medwenitsch gab sich vor der Sitzung nach wie vor über die Absage von RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler enttäuscht: "Wir haben uns um den besten Bewerber bemüht, aber ihn aus bekannten Gründen nicht bekommen".

Vom roten "Freundeskreis" wird Wrabetz 15 Stimmen bekommen. Niko Pelinka meinte vor der Sitzung: "Ich glaube, dass Alexander Wrabetz eine gute Wahl ist und dass er mit breiter Mehrheit gewählt wird. Das ist gut fürs Unternehmen." Mit je einer Stimme kann der Amtsinhaber von den Vertretern der FPÖ, der FPK, des BZÖ und der Grünen rechnen und auch die drei unabhängigen Stiftungsräte dürften für den Amtsinhaber votieren.

Bevor es zur Abstimmung kommt, findet das Hearing statt, dem sich neben Wrabetz auch Christian Wehrschütz stellt. Den Anfang machte Wrabetz, der sich gegen 10.10 Uhr zum Sitzungssaal durch einen Pulk von Journalisten und Kameraleuten vorkämpfen musste.

Unmittelbar nach der Wahl erfolgt die Ausschreibung des ORF-Direktoriums, das am 15. September gewählt wird. Gesucht werden eine Fernsehdirektorin, ein Radiodirektor, ein Kaufmännischer Direktor sowie ein Technischer Direktor. Neben dem zentralen Direktorium werden auch die Posten der neun Landesdirektoren neu ausgeschrieben.

Quelle: APA
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