ORF-Wahl: Weißmann: 'Wird nicht einfach, sond...
 
ORF-Wahl

Weißmann: 'Wird nicht einfach, sondern harte Arbeit'

ORF/Roman Zach-Kiesling
V.l.: Harald Kräuter, Ingrid Thurnher, Roland Weißmann, Eva Schindlauer, Stefanie Groiss-Horowitz
V.l.: Harald Kräuter, Ingrid Thurnher, Roland Weißmann, Eva Schindlauer, Stefanie Groiss-Horowitz

In einer Pressekonferenz mit seinem neuen Direktorenteam hob der designierte ORF-Chef Roland Weißmann dessen 'Professionalität' und 'Teamfähigkeit' hervor.

"Mit großem Stolz" präsentierte der kommende ORF-General Roland Weißmann am späten Donnerstag Nachmittag sein neues, zentrales Direktorenteam. Er sieht "fachlich kompetente, starke Persönlichkeiten, Professionalität und Teamfähigkeit" bei Stefanie Groiss-Horowitz (Programm), Eva Schindlauer (Finanzen), Ingrid Thurnher (ORF-Radios) und Harald Kräuter (Technik). Erfreut zeigte sich Weißmann auch über den hohen Frauenanteil im neuen Direktorium, in der Geschäftsführung sind 75 Prozent der Direktorien weiblich besetzt, in den Landesstudios sind drei von neuen Leitungsfunktionen weiblich. Aber, so Weißmann: Die Aufgabe, den ORF in die Zukunft zu führen, werde nicht einfach, sondern harte Arbeit". Er wolle den ORF zudem zum "best place to work" machen.

Spürbar war eine Aufbruchstimmung im Team, die noch bei Puls 4 tätige Stefanie Groiss-Horowitz sprach etwa von "einem wohligen Gefühl", als sie sich heute Früh in Richtung Küniglberg aufgemacht habe, Ingrid Thurnher sah bereits erste gemeinsame Ideen im Entstehen. Die neue Finanzdirektorin Eva Schindlauer will "ganz ganz viel angehen" und "keinen Stillstand" sehen.

Auf Nachfrage von HORIZONT betonte Groiss-Horowitz in der Folge, sich vorerst um die Content- und Flottenstrategie beim ORF-TV kümmern zu wollen. Das wichtigste Projekt in der Technik laut Harald Kräuter: seine Abteilung sobald als möglich die "digitale Klaviatur" spielen zu lassen. Dies umso mehr, als spätestens im Sommer 2022, so Weißmann, der neue, multimediale Newsroom des ORF bezogen werden soll. Einen exakten Starttermin von Teilen des ORF-Player wollte er dagegen nicht nennen. Das hänge weiter am neuen ORF-Gesetz, das die Regierung spätestens fürs kommende Jahr angekündigt hat. Der Newsroom und die Übersiedelung der noch in der Argentinierstraße verbliebenen ORF-Radios dorthin, ist für die neue Radio-Chefin Ingrid Thurnher denn auch das "größte Projekt" ihres ersten halben Jahres in neuer Funktion. Sie appellierte an den Teamgeist: "Wir gehen etwas vollkommen Neues an."
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