ORF vs. RMS: Radiokampf der Top-Vermarkter
 

ORF vs. RMS: Radiokampf der Top-Vermarkter

Quelle: Radiotest; Grafik: HORIZONT.
14 bis 49 Jahre, Reihung nach nationaler Reichweite. Dunkelgrün: 2016/17, hellgrün: 2015/16.
14 bis 49 Jahre, Reihung nach nationaler Reichweite. Dunkelgrün: 2016/17, hellgrün: 2015/16.

In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen verliert ORF geringfügig an Reichweite, Ö3 kann zulegen, genauso RMS Top. KroneHit muss an Reichweite einbüßen.

Vergleicht man die Vermarkter, zeigt der Radiotest: Bei den Hörern ab zehn Jahren konnte ORF national eine Tagesreichweite von fast 62 Prozent generieren (plus 0,3 Punkte). RMS liegt mit einer Reichweite von 28,4 deutlich dahinter.

Bei den „Werberelevanten“ (14 bis 49 Jahre) erreichen die ORF-Radios 54,9 Prozent (minus 0,2 Punkte), die Privaten der RMS Top Kombi 37,4 Prozent (plus 0,2 Punkte). „So feiert man Geburtstag“, sagt ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger angesichts des 50-Jahr-Jubiläums der Sender Ö1 und Ö3 über die Ergebnisse des Radiotests: „Ich freue mich über das anhaltend große Publikumsinteresse, dies bestätigt die hohe Relevanz aller ORF-Radios mit ihren spezifischen Angeboten.“

Die RMS Top Kombi (alle Privatsender im Radiotest inklusive dem einzigen nationalen Privatsender KroneHit) konnte beim aktuellen Radiotest mit einer Reichweite von über 2,2 Millionen täglichen Hörern punkten. Speziell in Regionen mit größeren Städten (Wien und Niederösterreich) konnte sich der RMS hervortun. In Wien erreicht die RMS Top Kombi bei den 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 36 Prozent.

„Kein anderes Medium hat eine derart hohe Bedeutung im Alltag der ÖsterreicherInnen wie Radio. Täglich schalten über drei Viertel ein Empfangsgerät ein und nutzen mehr als drei Stunden Radioprogramme. Und wenn ich die Stärken von Privatradio bei den Jüngeren und im urbanen Gebiet sehe, dann lässt mich dies für Privatradio extrem positiv in die Zukunft blicken“, so RMS Austria Geschäftsführer Joachim Feher zu den Radiotest-Ergebnissen.

Gegenüber HORIZONT ergänzt Doris Ragetté, Head of Research & Communications RMS: "Wir sehen uns auf Augenhöhe mit Ö3 und unser Ziel ist, im Werbebudgetmix ein Gleichgewicht von 50 zu 50 mit Ö3 zu erreichen. Trotz Digitalisierung ist Radio ein absolut verlässlicher Werbepartner, 77 Prozent Reichweite pro Tag schafft keiner."

Ö3 vs. RMS und Kronehit

Ö3 konnte sich in allen Altersgruppen steigern und bleibt nach wie vor das Zugpferd von ORF. In Wien (Zielgruppe: 14 bis 49) dominieren Ö3 und RMS Top zusammen mit einem Marktanteil von 72 Prozent, beide können genau 36 Prozent für sich verbuchen. Bei der Tagesreichweite liegt allerdings RMS mit 30,4 Prozent vor Ö3 mit 27,6 Prozent. Dahinter folgen Radio Wien, Ö1 und FM4.

Innerhalb Österreichs liegt allerdings nach wie vor Ö3 mit einer Tagesreichweite von 40,6 Prozent und einem 40-prozentigen Marktanteil auf Platz 1. RMS schafft es mit 37,4 Prozent und demselben Marktanteil wie in Wien (36 Prozent) auf den zweiten Platz, vor Ö2, FM4 und Ö1.

Während der ORF gesamt, Ö3 signifikant und RMS ihre Reichweite seit der letzten Erhebung steigern konnten, musste KroneHit als wichtigster RMS-Sender jedoch an Tagesreichweite (ab 10 Jahre) einbüßen (von 11,9 auf 11,3 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen verlor auch ORF geringfügig an Reichweite, Ö3 legte aber zu. Auch RMS Top legte zu, während KroneHit auch in dieser Altersgruppe von 18 auf 17 Prozent signifikant fiel. 

Weiterführende Ergebnisse, Details und Hintergründe lesen Sie nächste Woche im Dossier „Radiotest“, HORIZONT-Ausgabe Nr. 31/2017.



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