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ORF unterstützt zehn neue Kinofilmprojekte mit 3,8 Millionen Euro

APA
Seit 1981 regelt das Film/Fernseh-Abkommen die finanzielle Beteiligung des Öffentlich-rechtlichen an österreichischen Kinofilmen.
Seit 1981 regelt das Film/Fernseh-Abkommen die finanzielle Beteiligung des Öffentlich-rechtlichen an österreichischen Kinofilmen.

Fünf Spiel-, vier Dokumentarfilme sowie ein Dokumentar-Spielfilm wurden bei der 181. Sitzung der gemeinsamen Kommission von ORF und Filminstitut ausgewählt.

Im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens hat der ORF für zehn neue österreichische Produktionen einen Finanzierungsbeitrag in der Gesamthöhe von rund 3,8 Millionen Euro zugesagt. Aus zahlreichen Einreichungen wurden beim 181. Sitzungstermin der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut im Jänner fünf Spiel-, vier Dokumentarfilme bzw. Innovationsprojekte sowie ein Dokumentar-Spielfilm ausgewählt.

Hit-Sequel und Regie-Debüt, historische Stoffe, eine Literaturverfilmung, persönliche und politisch reflektierende Dokus und ein großes Abenteuer entstehen dadurch mit finanzieller Unterstützung des ORF. Die Produktionen tragen – was Inhalt und Team betrifft – eine weibliche Handschrift, wie der ORF in einer Aussendung betont: Marie Kreutzer wirft im historischen Spielfilm „Corsage“ einen neuen Blick auf die mehrfach verfilmte Geschichte der Kaiserin Sisi.

Nachdem „Love Machine“ zum erfolgreichsten österreichischen Kinofilm 2019 avanciert ist, lassen Drehbuchautorin Silvia Ambrosch-Wohlmuth und Regisseur Andreas Schmied Thomas Stipsits im gleichnamigen Sequel noch einmal zu Höchstform auflaufen.

Historisch österreichisch ist Thomas Roth (Drehbuch und Regie) mit seinem Stoff „Schächten“ unterwegs, in dem er vor dem Hintergrund österreichischer Nachkriegsgeschichte der Frage nachgeht, ob ein erlittenes Unrecht durch das Begehen eines Verbrechens gesühnt werden kann. 

Ruth Mader richtet den filmischen Blick in „Serviam“ gemeinsam mit u. a. Maria Dragus, Petra Morzé, Udo Samel, Florian Teichtmeister und Elisabeth Orth in die achtziger Jahre in ein katholisches Internat.

Eine Literaturverfilmung präsentieren die beiden Regisseure Fabian Schmidmair und Benedikt Missmann in ihrem allerersten Spielfilmprojekt. „Still“: Nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Raab, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, entsteht damit ein an Filme wie etwa „Schlafes Bruder“ oder „Das Parfum“ erinnernder Psychothriller mit u. a. Miriam Stein und Michael Pink.

Politisch aktivistisch ist die Protagonistin des Films „Sargnagel“ – in teils fiktionalen, teils reportageartigen Szenen lassen die Filmemacher Sabine Hiebler und Gerhard Ertl die Figur Stefanie Sargnagel zwischen Realität und Fiktion changieren.

Der abenteuerliche Reisefilm „Austria 2 Australia“ von Andreas Buciuman und Dominik Bochis begleitet die Filmemacher, die sich auf dem Fahrrad völlig unvorbereitet auf den Weg von Österreich nach Australien machen.

Lukas Ladners Dokumentarfilm „Eva Maria“ schildert das Ringen um Selbstbestimmtheit und Respekt einer Frau mit spastischer Lähmung, die mit Ende 30 Mutter wird.

Bernadette Weigel reflektiert in ihrer Doku „Last of the Wild“ das global immer komplexer werdende Verhältnis von Natur und Zivilisation.

Michael Palm widmet sich in seinem Filmprojekt dem „Parlament“, beobachtet und porträtiert das parlamentarische Leben und reflektiert über den Zustand der Demokratie.
 

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