ORF und Bundesliga unterzeichneten Vertrag
 

ORF und Bundesliga unterzeichneten Vertrag

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Vertrag unterschrieben: Bundesliga-Präsident Hans Rinner, Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauser © ORF
Vertrag unterschrieben: Bundesliga-Präsident Hans Rinner, Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauser © ORF

ORF-General Wrabetz: „Der ORF ist und bleibt der ideale Free-TV-Partner für den heimischen Fußball“.

Im April erfolgte die grundsätzliche Einigung, nach Klärung von Detailfragen wurde am Dienstag, dem 17. August 2010, der Vertrag unterzeichnet, mit dem sich der ORF für die nächsten drei Jahre die Free-TV-Rechte an der österreichischen Fußball-Bundesliga sichert. Mit im Paket: Hörfunk-Rechte sowie Video-on-Demand. Carsten Schmid, Sportvorstand des Pay-TV-Senders Sky, moniert auf etat.at einmal mehr, dass Sky mehr Exklusivität gewünscht hätte. Das Paket soll laut etat.at der Bundesliga 17 Millionen Euro pro Jahr einspielen (davon neun vom Abo-Sender Sky).  

Die Eckpunkte des Vertrags aus Sicht des Öffentlich-Rechtlichen: Der ORF zeigt bis inklusive Saison 2012/13 pro Runde ein Bundesliga-Spiel live auf ORF 1. Diese Partie findet entweder am Sonntag (16.00 Uhr) oder Mittwoch (20.30 Uhr) statt. Für dieses Live-Spiel besitzt der ORF das Erstauswahlrecht. Fixiert wurde auch, dass die Live-Matches vom ORF in HD produziert werden.
Selbst produziert werden auch in den nächsten drei Jahren alle Heimspiele österreichischer Mannschaften in der Qualifikation der UEFA Champions League und der UEFA Europa League (inklusive Play-off-Phase), die ebenfalls live im ORF zu sehen sein werden. Zudem steht auch ein Live-Spiel pro Woche aus der Ersten Liga in ORF Sport Plus (vulgo TW1) auf dem Programm.
Dazu sicherte sich der ORF ein ausführliches Erstverwertungsrecht für Zusammenfassungen aller Spiele der höchsten und zweithöchsten Spielklasse. Diese ausführlichen Zusammenfassungen zeigt ORF 1 jeweils am Sonntag ab 18.00 Uhr. Spiel-Zusammenfassungen werden national („Sport am Sonntag“, „ZiB-Flash“) sowie in den ORF-Regionalprogrammen (beispielsweise „Bundesland heute“) präsentiert. Darüber hinaus umfasst der neue Vertrag auch umfangreiche Hörfunk- sowie Video-on-Demand-Rechte.  

Damit die Dimensionen klar sind, die im Zuschauermarkt bewegt werden:
Die BuLi-Hitliste in der ersten Jahreshälfte 2010 führt das Match Innsbruck gegen Rapid vom 18. Juli 2010 zum Auftakt der neuen Ligasaison an – mit durchschnittlich 378.000 Zusehern in der zweiten Halbzeit (5,3 Prozent Reichweite – Marktanteil 28,9 Prozent).
Acht Spiele schaffen es in einer der Halbzeiten über 300.000 Zuseher, weitere elf erreichen zwischen 100- und 200.000 Aficionados. Die Marktanteile dazu rangieren – durchaus beachtlich – von 15 Prozent aufwärts bis knapp 30 Prozent.
Top-Spiel mit 34,2 Prozent Marktanteil bei 344.000 Zusehern ist Rapid-Austria, 2. Halbzeit, am 9. Mai 2010. An diesem Sonntag, den 9. Mai (im übrigen: Muttertag!) scort auch die „Sport-am-Sonntag“ Berichterstattung/Diskussion als absoluter Quotenbringer: 425.000 Zuseher, sechs Prozent Reichweite, 39,7 Prozent Marktanteil.  

Kleiner willkürlicher Vergleich: Der Champions-League-Quali-Dämpfer für Red-Bull-Salzburg am gestrigen Mittwoch, 18.08.2010, erreichte nach 21.00 Uhr in der zweiten Halbzeit 412.000 Zuseher (MA 20 Prozent).

Nur so als „Messpunkt“: Unter den Top-30 reichweitenstärksten Sendungen 2009 rangiert an Stelle 30 doch tatsächlich das einzige Fußballspiel (WM-Qualifikation Österreich gegen Rumänien am 1. April 2009) – und erreichte 882.000 Zuseher (12,5 Prozent Reichweite) bei einem Marktanteil von 37 Prozent.

Alle RW und MA Angaben aus dem Teletest (AGTT/GfK), Zuseher ab 12 Jahre – Grundgesamtheit 7,106.000 Personen.  
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