ORF übermittelt Protestnote an griechische Bo...
 

ORF übermittelt Protestnote an griechische Botschaft in Wien

APA

In einem Brief an den Gesandten Nikolaos Sapountzis und den Ersten Botschaftsrat hat ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz gegen die Vorgehensweise der griechischen Behörden gegenüber ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz und seinem Team protestiert.

Wehrschütz wollte am 18. Juli im Grenzgebiet für die „ZiB 2“ einen Beitrag über Migration drehen und Interviews mit Frontex-Beamten führen. Die im Vorfeld erteilten Genehmigungen wurden von den lokalen Behörden an der Grenze nicht anerkannt. Stattdessen wurden er und sein Fahrer ohne Begründung ca. eineinhalb Stunden am Grenzübergang festgehalten, erhielten erst nach einem Anruf bei der österreichischen Botschaft in Athen die Papiere zurück und durften passieren. Es war dem ORF-Team nicht möglich, seiner Arbeit, wie vorangekündigt und vorbesprochen, nachzugehen.




ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: „Das Verhalten der griechischen Behörden gegenüber dem ORF-Team ist ein inakzeptabler Eingriff in die journalistische Berufsausübung, gegen den wir auf das Schärfste protestieren. Die massiven Behinderungen, denen Christian Wehrschütz und sein Team ausgesetzt waren – vorübergehendes Festhalten inklusive Beschlagnahmung von Dokumenten, Verweigerung des Drehs und Verhinderung eines Interviews trotz vorliegender Genehmigung – sind eine nicht zu tolerierende Einschränkung der Medienfreiheit und Missachtung des öffentlich-rechtlichen Informationsauftrags, den der ORF im Dienst der österreichischen Bevölkerung erfüllt.“
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