ORF-Stiftungsrat stimmt Finanzplan und Stelle...
 

ORF-Stiftungsrat stimmt Finanzplan und Stellenplan zu

Der ORF-Stiftungsrat, unter dem Vorsitz von Dr. Klaus Pekarek, hat in seiner gestrigen Plenarsitzung im ORF-Zentrum Wien dem Finanzplan 2009 und dem Stellenplan 2009 seine Zustimmung erteilt.

Stiftungsratsvorsitzender Dr. Klaus Pekarek und ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz informierten in einem Pressegespräch über die Ergebnisse der Sitzung.  Stiftungsratsvorsitzender Dr. Klaus Pekarek: "Die heutige Sitzung war von großer Ernsthaftigkeit getragen. Das Budget 2009 wurde mehrheitlich angenommen. Die Diskussionen waren geprägt von der Sorge um die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens, dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass mit entsprechenden einnahmenseitigen Maßnahmen mittelfristig nicht zu rechnen ist, wodurch Druck auf die Kosten entsteht. Es besteht Grundkonsens, dass ein Strukturkonzeptnotwendig ist, das die Strategie bis 2015 vorgibt und im Haus breitzu diskutieren ist. Im Februar soll ein erster Entwurf vorliegen,diskutiert und dann in der Folge verbindlich beschlossen werden."  










ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Der heute erfolgte Lohnabschluss, dem der Stiftungsrat seine Zustimmung erteilt hat, ist ein deutliches Sparsignal - er liegt unter der Inflation und unter allen anderen Lohnabschlüssen in Österreich. Der Abschluss wurde in einem konstruktiven Verhandlungsklima mit der Belegschaftsvertretung erzielt, wobei beide Seiten bis an die Grenzen des für sie Vertretbaren gegangen sind - ein Zeichen dafür, dass Sozialpartnerschaft im ORF funktioniert. Und auch dieGeschäftsführung setzt ein deutliches Zeichen des Sparwillens: Alle Direktoren und Landesdirektoren verzichten auf die Bonifikation 2009 und stimmen einer 'Nulllohnrunde' zu. Sehr erfreulich ist auch, dass der Finanzplan 2009 mehrheitlich beschlossen wurde, der die wichtigste Arbeitsgrundlage für uns ist. Der Finanzplan 2009 enthält ein ambitioniertes Budget, wobei es unser Ziel ist, die Sparmaßnahmen nicht im Programm sichtbar werden zu lassen. Wir werden 2009 eine ganze Reihe großer Programmvorhaben realisieren. Um seine umfassende Programmleistung angesichts der schwierigen Wirtschaftslage auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten zu können, wird der ORF in den nächsten Monaten ein umfassendes Struktur- und Strategiekonzepterarbeiten und mit den ORF-Gremien und der Belegschaftsvertretungdiskutieren." 










Auf Basis des Budgets 2009 wird der ORF eine Reihe von Programmvorhaben im kommenden Jahr realisieren: Auf dem Programmstehen unter anderem die Alpine Ski-WM in Val d'Isère, die NordischeSki-WM in Liberec, große Informationsschwerpunkte zu den Landtags-und EU-Wahlen, Zeitgeschichte-Schwerpunkte zum "Zweiten Weltkrieg"und "20 Jahre nach 1989" und dazu österreichische Show-Events wie "Dancing Stars" oder das neue Format "Das Rennen" und zahlreiche österreichische Filme und Serien. Der Finanzplan 2009 sieht in Summe Umsatzerlöse in Höhe von 876,1Millionen Euro vor. Davon entfallen auf Programmentgelte 527,7 Millionen. Euro: Für 2009 ist ein Teilnehmer-Zuwachs von rund 38.000 geplant,die Anzahl der gebührenbefreiten Teilnehmer wird sich um rund 10.000 auf mehr als 333.000 Teilnehmer erhöhen. Insgesamt entgehen dem ORF durch die Gebührenbefreiung Erlöse in der Höhe vonmehr als 58 Mio. Euro. Die Werbeerlöse werden im Finanzplan 2009 mit 253,4 Millionen Euro veranschlagt, die sonstigen Umsatzerlöse mit 95 Millionen Euro.  An Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind im Finanzplan 531,2 Millionen Euro vorgesehen, für den Personalaufwand 378,8 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird imJahr 2009 -29 Millionen Euro betragen. Der Stellenplan sieht für 2009 3.344 angestellte Dienstnehmer (Vollzeitäquivalente) vor. 
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