ORF soll entpolitisiert werden
 

ORF soll entpolitisiert werden

Geht es nach dem Willen der beiden Regierungsparteien soll der ORF entpolitisiert werden.

Geht es nach dem Willen der beiden Regierungsparteien soll der ORF entpolitisiert werden: Eine Ansage, die heute fast allen Tageszeitungen eine Schlagzeile auf der Titelseite wert ist. Der Einfluss der Politik auf den öffenlich-rechtlichen ORF soll laut ÖVP und FPÖ eingeschränkt werden, der Sender solle zu einem "unabhängigen Medienunternehmen" werden. Künftig soll weder im ORF-Kuratorium noch

in der Hörer- und Sehervertretung kein einziger Politiker mehr sitzen, fordern die beiden Parteien. Die "Opfer": die beiden Klubchefs Andreas Khol und Peter Westenthaler, Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer, Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer, Tirols Landtagspräsident Helmut Mader, Vorarlbergs FP-Chef Hubert Gorbach, SP-Mediensprecher Josef Cap, der außenpolitische SP-Sprecher Peter Schieder und der Grünen-Mediensprecher Stefan Schennach. Die Entfernung der Politik aus den ORF-Gremien ist aber nur ein Teil der ORF-Reform, die heute nach dem Ministerrat gemeinsam mit der Punktation für das Privat-TV-Gesetz präsentiert werden soll. (max)
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