ORF-Satire: Verwirrung um Klien-Show
 
ORF-Satire

Verwirrung um Klien-Show

ORF/Roman Zach-Kiesling
Peter Kliens Late-Night-Show "Gute Nacht Österreich" droht Opfer des ORF-Sparprogramms zu werden.
Peter Kliens Late-Night-Show "Gute Nacht Österreich" droht Opfer des ORF-Sparprogramms zu werden.

75 Millionen Euro muss der ORF im kommenden Jahr einsparen, rund 30 davon im TV-Bereich. Peter Kliens Satiresendung 'Gute Nacht Österreich' auf ORF1 steht deshalb in Diskussion.

Entgegen ersten Meldungen ist die Einstellung jedoch nicht fix, es werde aber "massiv darüber nachgedacht", so ein Insider zum HORIZONT. Von Produktionsseite wiederum betont man, dass ein entsprechender Vertrag bis Ende 2020 laufe. Ende August könne eine Verlängerungsoption gezogen werden. Auch darüber wird nun verhandelt.

Hintergrund: In der krisenbedingt schlechten Finanzlage des ORF - bis zu 55 Millionen Euro Verlust heuer, 75 Millionen Einsparnotwendigkeiten im kommenden Jahr - scheint das Format in der aktuellen Form nicht mehr leistbar - zumal die Late-Night-Show auch unter den (hohen) Quotenerwartungen blieb. Als wesentlicher Teil der laufenden Reform von ORF1 und zuletzt mit den Eigenproduktionen ("Dok1") auf den Mittwoch-Sendeplatz gewechselt, gibt es dennoch gewichtige Stimmen, die sich für eine Weiterführung der Sendung einsetzen. "Günstiger produzieren, nicht einstellen", wie es ein Beteiligter formuliert.

Für Aufsehen sorgte Kabarettist Peter Klien, zuvor legendärer reisender Reporter für die Sendung "Willkommen Österreich", aber allemal: Heimische Boulevardzeitungen wurden in der seit Herbst 2019 laufenden Show ebenso vorgeführt wie Kritik am ungarischen Mediensystem von Viktor Orbán geübt.
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