ORF: Rupert Kluger wird Radio-Wirtschaftschef
 

ORF: Rupert Kluger wird Radio-Wirtschaftschef

Neue "Weltjournal"-Leiterin wird Christa Hofmann

Rupert Kluger wird neuer Leiter des Wirtschaftsressort im ORF-Radio. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat den bisherigen "Wecker"-CvD auf Basis des internen Auswahlverfahrens bestellt. Neue "Weltjournal"-Leiterin wird Christa Hofmann. Die Bestellung vor allem des neuen Radio-Wirtschaftschefs hatte ORF-intern die Wogen hochgehen lassen.

Rupert Kluger (Jahrgang 1963) studierte Psychologie und Betriebswirtschaft an der Universität Wien und begann seine ORF-Karriere 1992 im Landesstudio Oberösterreich. Zehn Jahre lang war er dort Redakteur, Moderator und schließlich Chef vom Dienst. 2002 wechselte er nach Wien, als der oberösterreichische Landesdirektor Kurt Rammerstorfer Radiodirektor wurde. Seitdem ist er Chef vom Dienst beim Ö3-"Wecker". In seiner Vita vermerkt sind überdies Reportertätigkeiten im In- und Ausland sowie die Mitarbeit bei oe3.orf.at.

Christa Hofmann (geboren 1965) studierte Publizistik und Soziologie an der Uni Wien und war von 1991 bis 1997 Nachrichten-Redakteurin beim Aktuellen Dienst im ORF-Radio. Ab 1997 arbeitete sie als Redakteurin für die "ZiB"-Außenpolitik, seit 2008 war sie Redakteurin und Reporterin beim "Weltjournal" und ab 2010 dessen stellvertretende Leiterin.

Die Leitung der Radio-Wirtschaft ist seit Ende 2014 vakant, als Michael Csoklich im Zuge der Handshake-Regelung ausgeschieden war. Bei einer Abstimmung der Redakteursversammlung der Radio-Information im März sprachen sich die Mitarbeiter nach einem inoffiziellen Hearing für Christian Williwald als neuen Chef aus. Aus dem offiziellen Unternehmenshearing im Frühling ging dann recht überraschend Rupert Kluger als Sieger hervor.

Interne Kritiker stellten daraufhin parteipolitischen Einfluss mit schwarzer Schlagseite in den Raum, nicht zuletzt, da einige Juroren in quasi letzter Minute ausgetauscht worden seien. Die ORF-Führung hatte dies zurückgewiesen und jegliche Personalwünsche aus der Politik dementiert. Der Zentralbetriebsrat stößt sich denn auch daran, dass durch die "Intransparenz" solche Bestellungen "mit Beschädigungen und parteipolitischen Punzierungen von Kollegen und Kolleginnen enden", wie Vorsitzender Gerhard Moser erst unlängst wieder kritisiert hatte.

Auch nach dem Hearing für den "Weltjournal"-Posten hatte es wieder im Gebälk gekracht, denn der Zentralbetriebsrat hatte der Jury nicht zugestimmt und vertrat somit die Ansicht, dass das Hearing gar nicht hätte stattfinden können. Wrabetz hatte in der Folge Gespräche über eine Neugestaltung in Aussicht gestellt. Der Zentralbetriebsrat hat in der Zwischenzeit die betreffende Betriebsvereinbarung gekündigt.
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