ORF-Redakteure weisen Prölls Vorwürfe zurück
 

ORF-Redakteure weisen Prölls Vorwürfe zurück

David Bohmann
Pröll habe "Drohungen gegen die öffentlich-rechtliche Unabhängigkeit" geäußert und stelle zudem in dem Raum, dass der ORF "Unrechtes getan" habe.
Pröll habe "Drohungen gegen die öffentlich-rechtliche Unabhängigkeit" geäußert und stelle zudem in dem Raum, dass der ORF "Unrechtes getan" habe.

Der ORF-Redakteursrat reagiert empört auf die Kritik von Erwin Pröll.

Die "Verschwörungstheorie" des scheidenden Landeshauptmanns von Niederösterreich, dass im ORF "gelenkter Journalismus" betrieben werde, "entbehrt jeder Grundlage", hieß es in einer Aussendung. "Redaktionelle Inhalte werden in offenen Redaktionssitzungen entschieden."

Auch die "implizite Aufforderung Prölls an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zum Eingriff in die Redaktionen" wird zurückgewiesen. "Eine derartige Aussage eines Politikers mitten in der unternehmens-intern laufenden Debatte um eine Neuaufstellung der ORF-Information muss als unzulässige Einmischung in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verstanden werden."

Pröll habe "Drohungen gegen die öffentlich-rechtliche Unabhängigkeit" geäußert und stelle zudem in dem Raum, dass der ORF "Unrechtes getan" habe - "freilich ohne diesen schwerwiegenden Vorwurf auch nur ansatzweise mit Fakten zu belegen". Für Beschwerden über angeblich inkorrekte Berichterstattung gebe es Gerichte und Gremien, betonten die Redakteursvertreter abschließend.
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