ORF-Radio: Innenpolitiker rufen Behörde an
 

ORF-Radio: Innenpolitiker rufen Behörde an

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Nach umstrittener Besetzung der Innenpolitikleitung reichen die übergangenen Kandidaten Andreas Jölli und Stefan Kappacher ihre Beschwerde bei der KommAustria ein

Die umstrittene Besetzung der Radio-Innenpolitikleitung des ORF mit dem Wortchef von Radio Wien, Edgar Weinzettl, hat nun auch ein rechtliches Nachspiel: Wie der frühere ORF-Jurist Wolfgang Buchner gegenüber HORIZONT online bestätigte, haben zwei bei der Jobvergabe übergangene Innenpolitikjournalisten, Andreas Jölli und Stefan Kappacher, eine Beschwerde bei der Medienbehörde KommAustria eingebracht. Buchner vertritt die beiden Journalisten.

Umstrittene Personalie


Bei der Bestellung von Weinzettl handelte es sich wohl um die umstrittenste ORF-Personalie des vergangenen Jahres. Er gilt als politische Wunschbesetzung der SPÖ hat laut Kritikern eine politische Nähe zum Wiener Rathaus. Innenpolitische Erfahrung habe er nicht, monierten seine Gegner. Auch der direkte Vorgesetzte in seiner neuen Funktion, Hannes Aigelsreiter, hätte sich einen anderen Kandidaten gewünscht - er plädierte für Andreas Jölli als Innenpolitikchef. Er und Kappacher sind langjährige Routiniers in der innenpolitischen Berichterstattung.


Gegen die von Radiodirektor Karl Amon Ende Oktober vorgeschlagene Personalie hagelte es in Folge Proteste der Redakteursvertreter, Parallelen zur Causa Niko Pelinka wurden gezogen und rund 130 ORF-Redakteure protestierten auf offener Straße gegen die Besetzung. ORF-Chef Alexander Wrabetz bestellte Weinzettl dennoch am 14. Dezember.
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