ORF-Publikumsrat mit Reformpapier unzufrieden
 

ORF-Publikumsrat mit Reformpapier unzufrieden

Resolution kritisiert Spar- und Auslagerungspläne sowie Kinderprogramm im „Strukturkonzept 2015“.

Der ORF-Publikumsrat hat sich in seiner Plenarsitzung am Montag, dem 27. April 2009, im ORF-Zentrum Wien ausführlich mit dem Strategie- und Strukturkonzept "ORF 2015" befasst und dazu einstimmig (bei einer Stimmenthaltung) folgende Resolution beschlossen:







„Zur Diskussion um Strategie und Struktur des ORF hält de Publikumsrat fest, dass das von der ORF-Geschäftsführung vorgelegte Strategie- und Strukturkonzept nicht ausreichend dazu geeignet erscheint, sowohl die finanziellen als auch die programmstrategischen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Insbesondere und beispielhaft kritisiert der Publikumsrat, dass der ORF bei Umsetzung der Einspar- und Auslagerungspläne im Bereich des Kinderprogramms seinem entsprechenden gesetzlichen Programmauftrag nicht mehr nachkommen würde. Die ORF-Geschäftsführung ist aufgefordert, auf Basis des gesetzlichen Programmauftrags das Leistungsprofil des Unternehmens klar zu definieren sowie durch die Umsetzung substanzieller Strukturreformen die finanzielle Situation des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. 







Der Publikumsrat unterstreicht in diesem Zusammenhang mit der Frage nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen des ORF seine bereits mehrfach geäußerte Kritik daran, dass die durch die Gebührenbefreiungen bedingten Einnahmenausfälle dem ORF nicht refundiert werden und dass das Programmentgelt des ORF mit Zuschlagsabgaben von Bund und sieben Ländern behaftet ist. Geschäftsführung und Gesetzgeber haben im Interesse des Publikums ihre Beiträge zur Sicherung und Weiterentwicklung des ORF zu leisten." (Zitat Ende der Aussendung des Publikumsrats – http://publikumsrat.orf.at)
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