ORF prüft mögliche Unregelmäßigkeiten bei Ver...
 

ORF prüft mögliche Unregelmäßigkeiten bei Vermarktung von Werbespots

Externe Agentur soll Werbespots ohne Gegenleistung für ORF an Werbekunden verkauft haben - ORF-Revision prüft Geschäftsfälle aus Jahren 2012 und 2013

Der ORF prüft nach APA-Informationen mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Vermarktung von Werbespots. Demnach sollen Werbespots für den ORF akquiriert und an Werbekunden verkauft worden sein, ohne dass dafür Geld an den öffentlich-rechtlichen Sender überwiesen wurde. Die Zahlungen der Werbekunden könnten stattdessen an eine involvierte externe Agentur geflossen sein.

Aus der ORF-Enterprise hieß es dazu am Donnerstag gegenüber der APA: "Eine externe Agentur hat offenbar Werbeleistung im ORF verkauft, bei der jedoch keine Gegenleistung an den ORF gegangen ist. ORF-intern wurden eine Arbeitsgruppe unter Mitwirkung der Internen Revision zur restlosen Aufklärung des Vorfalles eingesetzt und entsprechende Konsequenzen gezogen. Bis zur vollständigen Klärung des Sachverhalts wird seitens ORF-Enterprise keine weitere Stellungnahme abgegeben."

Nach APA-Informationen wurden die ORF-Revision und ein Gruppe aus dem Beteiligungsmanagement beauftragt, die Vorwürfe zu prüfen und die entsprechenden Geschäftsfälle aus den Jahren 2012 und 2013 neu aufzurollen, um etwaige Beweise sicherzustellen. Wie hoch die Summe der möglicherweise dem ORF vorenthaltenen Gelder sein könnte, ist derzeit offenbar noch nicht absehbar. ORF-intern war jedoch zu hören, dass der Schaden einige Hunderttausend Euro ausmachen könnte. Werbekunden wurden nicht geschädigt, und ORF-Mitarbeiter waren in die mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten nicht involviert.

(APA)
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