ORF-Programm: Teil zwei der Reformkette im Jä...
 

ORF-Programm: Teil zwei der Reformkette im Jänner

Unterlagen an Stiftungsräte versandt

Ab Jänner will der ORF die nächste Stufe seiner Programmreformkette starten. Im Fokus stehen dabei der Ausbau der Information in ORF eins im Rahmen der "ZiB 20 Plus" und Optimierungen auf ORF 2. Das Okay für das TV-Schema will sich die ORF-Geschäftsführung bei der nächsten Stiftungsratssitzung am 15. November holen, die entsprechenden Pläne wurden am Montag an die Mitglieder des Programmausschusses versandt. Das Aus bedeuten die Programmumstellungen für die Sendungen "Stöckl am Samstag" und "Vera", das "auf diesem Sendeplatz" am Sonntag nicht mehr fortgeführt wird.

Wie es hieß, arbeiten Barbara Stöckl und ihr Team an neuen Konzepten, etwa für das - dem Plan nach entschleunigte und hintergründige - Diskussionsformat, das am Donnerstag den bisherigen "Club 2" ersetzen soll. Dieser soll ja künftig von einer einzigen Moderationspersönlichkeit - wohl Stöckl - getragen werden. Auf den Sendeplatz von "Stöckl am Samstag" soll "Land und Leute" rücken und statt "Vera" wird es das Magazin "Zurück zur Natur" geben, das die zur Zeit sowohl im Print- als auch im TV-Bereich beliebten Themenfelder Nachhaltigkeit in Natur und Nahrung sowie gutes Leben abdecken soll.

Ausbau der "ZiB 20"

Kernelement des zweiten Schritts der Programmreformkette ist der Ausbau der "ZiB 20", die künftig wochentäglich um 19.45 Uhr starten und auf 17 Minuten ausgedehnt werden soll. Sie wird Nachrichten aus dem In- und Ausland, Kultur, Wissenschaft, Wetter und Sport speziell aufbereitet für junge Leute bieten. Die Ausdehnung der Nachrichtensendung ist auch als Pilotprojekt für die "Arbeitsmodelle der Zukunft" angelegt, was bedeutet, dass die Redaktionsteams step by step bi- bzw. trimedial arbeiten werden. Ziel ist die contentorientierte, crossmediale Produktion.

Stärkung für Reportageformat

Auf ORF 2 soll das Reportageformat "Am Schauplatz" gestärkt werden. Es ist künftig jeweils am Donnerstag um 21.05 Uhr zu sehen und wird von Peter Resetarits als Moderationspersönlichkeit getragen. Neben einer 35-minütigen Hauptreportage soll es dabei noch ein zehnminütiges "Nachgefragt" geben, in dem besonders brisante oder berührende Fälle weiterverfolgt werden.

Die Naturdokumentation "Universum" konzentriert sich künftig auf den Dienstag, am Freitag soll es mit "Universum History" um 22.30 Uhr eine geschichtliche Line-Extension geben. Das "Weltjournal" soll zusätzlich um eine Dokumentationsleiste "Weltjournal Plus" erweitert werden, bei der internationale Dokumentationen angeboten werden, die gesetzte Schwerpunkte inhaltlich ergänzen.

Stiftungsrat wird am 15. November beraten

Der Stiftungsrat wird das Sendeschema in seiner nächsten Sitzung diskutieren und - so die Erwartung der Geschäftsführung - beschließen. Voraussichtlich erst bis 15. November wird der Finanzplan 2013 an die Stiftungsräte versendet und dürfte dann in der Plenarsitzung am 13. Dezember beschlossen werden.

(APA)
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