ORF-Premiere: Konflikt schwelgt weiter
 

ORF-Premiere: Konflikt schwelgt weiter

Noch keine Einigung zwischen ORF und Premiere in Sachen Bundesliga-Fußball.

Zwischen dem ORF und dem Abo-Sender Premiere gibt es noch immer keine Einigung über die Kurzberichterstattung zu den Spielen der heimischen Fußball-Bundesligen sowie zu den anderen Spielen (Stiegl Cup, Champiosn League u.a.), an denen Premiere nunmehr die TV-Rechte hält.



Der ORF hat Premiere Österreich mit Schreiben vom 29. Juni 2004 eingeladen, bis 7. Juli 2004, 18.00 Uhr, die Konditionen für die dem ORF zustehende Kurzberichterstattung an den Spielen der Österreichischen Fußball-Bundesliga zu nennen. Diese Frist blieb ungenützt. Der ORF hatte deshalb am freitag (9. Juli) angekündigt, den Bundeskommunikationssenta anzurufen. Mit einem von Österreich als "umfassende Angebot" titulierten Paket sowie einer "Premiere-Stellungnahme via APA per Fax", will sich der ORF nicht zufrieden geben.



Die Prüfung dieses Schreibens habe ergeben, dass mit dem angebotenen Rechteumfang keine Berichterstattung über die Spiele der Fußball-Bundesliga im Rahmen der Sport-Hauptnachrichten möglich wäre und somit den Informationsbedürfnissen des Publikums nicht entsprochen werden kann. Es kann also keine Rede davon sein, dass Premiere Österreich die gesetzlichen Ansprüche - es handelt sich hier nicht um "Wünsche" - des ORF erfülle, heißt es seitens des öffentlich-rechtlichen Senders.



Basis für die Auseinandersetzung eine EU-Richtlinie, die das den Nicht-Rechtinhabern ein "Recht auf Kurzberichterstattung" einräumt, wenn ein anderen TV-Anbieter die Exklusivrechte an einem "Ereignis von allgemeinem Informationsinteresse" erworben hat.

(as)

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