ORF-Marktanteil ging im März 2016 zurück
 

ORF-Marktanteil ging im März 2016 zurück

APA (Hochmuth)
Deutliches Quotenminus eingefahren
Deutliches Quotenminus eingefahren

Die Quoten der heimischen Privatsender entwickelten sich indessen relativ stabil, die Privatsendergruppe ProSiebenSat.1 Puls 4 freute sich gar über das stärkste Quartal seit Bestehen

Die ORF-Sendergruppe verzeichnete im März 2016 einen deutlichen Quotenrückgang. Die Sendergruppe kam demnach auf 35,3 Prozent Marktanteil, im März 2015 lag dieser Wert bei 36,7 Prozent. Durchschnittlich 3,690 Millionen Seher pro Tag verfolgten im März die ORF-Programme. ORF eins erzielte einen Marktanteil von 12,5 Prozent (minus 1,6 Prozentpunkte), ORF 2 kam auf 20,7 Prozent (minus 0,2).

Gründe für die rückläufige Quotenentwicklung im ORF waren zum einen das lange Osterwochenende, das traditionell als wenig fernsehintensives Fest gilt, und heuer in den März gefallen ist, sowie die Finalphase im Ski-Weltcup, die im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Spannung bot und daher auch auf geringeres Zuschauerinteresse stieß. Meistgesehene ORF-Sendungen waren im März die "Zeit im Bild"- und "Bundesland heute"-Ausgaben vom 22. März, dem Tag der Terroranschläge in Brüssel, sowie das Fußball-Länderspiel Österreich gegen die Türkei.

Relativ stabil entwickelten sich die Quoten der heimischen Privatsender. Puls 4 legte leicht auf 3,2 Prozent Marktanteil zu (plus 0,2 Prozentpunkte), ATV kam auf 2,5 Prozent (minus 0,1), und Servus TV landete unverändert auf 1,5 Prozent. Die Privatsendergruppe ProSiebenSat.1 Puls 4 freute sich zudem über das stärkste Quartal seit Bestehen. Mit neun Prozent Steigerung habe ProSiebenSat.1 Puls 4 im ersten Quartal in der werberelevanten Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 23,5 Prozent erreicht, teilte das Medienunternehmen mit. Man sei damit die einzige Sendergruppe, die Wachstum vorweisen kann.

TVthek erzielte neuen Abruf-Rekord

Einen All-Time-High-Rekord an Video-Abrufen verzeichnete unterdessen die TVthek des ORF im März 2016. Die Live-Streams und Video-on-Demand-Angebote des ORF im Internet wurden laut ORF so intensiv genutzt wie nie zuvor: Insgesamt 25,3 Millionen Videoabrufe wurden im gesamten ORF.at-Netzwerk inklusive ORF-TVthek gemessen. Damit konnte der bisherige Top-Wert vom Februar 2014 (25,1 Millionen) übertroffen werden.

Der neue Rekordwert geht vor allem auf Sonderereignisse wie die Terroranschläge in Brüssel zurück, nach denen die Infosendungen des ORF stark genutzt wurden, sowie auf die neuen Staffeln der "Dancing Stars" mit im Schnitt 205.000 on-Demand-Abrufen pro Ausgabe sowie der "Vorstandweiber" mit durchschnittlich 190.000 Abrufen pro Folge. Die am meisten abgerufene Einzelsendung im März war die "Zeit im Bild 2" vom 29. März mit Richard Lugner, die es bisher auf 400.000 Abrufe brachte, rund 200.000 Abrufe davon machte allein das Lugner-Interview aus.

"Der neue Videoabrufrekord für die ORF-TVthek zeigt den steigenden Bedarf unseres Publikums nach zeit- und ortsunabhängiger Nutzung der ORF-TV-Sendungen - sowohl live als auch on demand. Die ORF-TVthek ist eine wichtige Ergänzung zum klassischen TV-Konsum und kann damit ihre Position als größte österreichische Videoplattform erfolgreich behaupten", kommentierte ORF-Online-Hauptabteilungsleiter Thomas Prantner den Rekordwert.
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