ORF kündigt Verträge mit Personalbereitstelle...
 

ORF kündigt Verträge mit Personalbereitstellern

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Zumindest bis Ende Jänner sollen die betroffenen Mitarbeiter weiterhin auf tageweiser Basis beschäftigt werden. (c) David Bohmann
Zumindest bis Ende Jänner sollen die betroffenen Mitarbeiter weiterhin auf tageweiser Basis beschäftigt werden. (c) David Bohmann

Betroffen sein sollen acht Kameraleute und Cutter, die für die Senderformate "Am Schauplatz", "Bürgeranwalt", "Orientierung" und "Universum". Der ÖJC fordert eine Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter.

Der ORF hat seine Dauerleasingverträge mit den Personalbereitstellern Pre TV und Parsec gekündigt. Betroffen sind davon insgesamt acht Cutter und Kameraleute, etwa für die Senderformate „Am Schauplatz“, „Bürgeranwalt“, “Orientierung“ oder „Universum“. Laut derstandard.at habe der Geschäftsführer von Pre TV, Nikolaus Wisiak, die Kündigung mit dem ORF bestätigt. Die Mitarbeiter sollen weiterhin auf tageweiser Basis beschäftigt werden; da frühestens Ende des Monats gekündigt werden könne, wolle man bis dahin mit dem ORF über die Zukunft der Mitarbeiter verhandeln, wie es im Artikel heißt. Der Sender habe die bisherigen Veträge mit Parsec und Pre TV "aus formalen Gründen aufgelöst beziehungsweise nicht verlängert".

Laut Parsec-Geschäftsführer Joachim Rosenberger habe der ORF den Kooperationsvertrag mit Parsec per 31. März 2018 gekündigt, wie er in einer Stellungnahme gegenüber HORIZONT erklärt: „Weiters wurde bislang kein Mitarbeiter gekündigt, sondern die betroffenen Mitarbeiter wurden – um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen – zum Frühwarnsystem des AMS angemeldet und darüber entsprechend informiert“. Am 9. Jänner habe es zudem ein Gespräch mit den zuständigen Verantwortlichen des ORF gegeben, „um eine neue Basis für den Zeitraum ab dem 1. April 2018 zu schaffen.“ (Update: 9. Jänner 2018)

Der Österreichische Journalisten Club hat sich mit den Mitarbeitern solidarisch erklärt und Generaldirektor Alexander Wrabetz und Programmdirektorin Kathrin Zechner aufgefordert, eine Weiterbeschäftigung sicherzustellen. „Gerade die betroffenen Sendeformate sind die Aushängeschilder des öffentlich-rechtlichen ORF und verstärken maßgeblich das Österreichbild des Senders“, betonte ÖJC-Präsident Fred Turnheim in einer Aussendung. Dass, wie vom ÖJC angenommen, die Mitarbeiter auch von den Leasingfirmen gekündigt worden wären, soll der ORF laut dem Standard-Bericht verneint haben.

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