ORF-Jahresbericht im Parlament vorgelegt
 

ORF-Jahresbericht im Parlament vorgelegt

#

Den 197 Seiten sind detaillierte Infos zu erzielten Reichweiten sowie Erlösen aus "kommerzieller Werbung und Patronanzsendungen" zu entnehmen.

Wie jedes Jahr hat der ORF National- und Bundesrat mit Ende März den Jahresbericht über die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags vorgelegt. Den 197 Seiten sind detaillierte Infos zu erzielten Reichweiten sowie Erlösen aus "kommerzieller Werbung und Patronanzsendungen" zu entnehmen. Die Uni Wien bescheidet dem TV-Angebot anhand einer Programmstrukturanalyse wiederum ein "angemessenes Verhältnis".

Unter der Leitung des kürzlich verstorbenen Kommunikationswissenschafters Hannes Haas wurden dafür 293.430 Sendungen und Sendungsteile von ORF eins, ORF 2, ORF III und ORF Sport + einzelnen Kategorien zugeordnet. Dabei entfielen 21 Prozent auf Information, 32 Prozent auf Unterhaltung, 19 Prozent auf Kultur und 29 Prozent auf Sport. Die Programmstruktur der Radioangebote wurde wiederum anhand einer Stichproben-Erhebung per "Musterwoche" bestimmt und für die einzelnen Radiosender ausgewiesen, wobei Ö1 im Wortanteil etwa auf 25 Prozent Information und rund 38 Prozent Kultur, Ö3 auf 28 Prozent Information sowie 26 Prozent Unterhaltung kam.

Die Werbeeinnahmen des Rundfunks werden im Jahresbericht mit netto 208,2 Mio. Euro angegeben. Die Erlöse aus der Online-Werbung beliefen sich auf 11,4 Mio. Euro, hinzu kamen 41,6 Mio. Euro, die mittels Sonderwerbeformen lukriert wurden. Insgesamt belief sich der Ergebnisbeitrag des kommerziellen Geschäftsbereichs der ORF-Muttergesellschaft auf rund 354 Mio. Euro. Zu diesen Einnahmen kamen 615 Mio. Euro aus den Gebühren hinzu.

Neben der Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags, unterteilt nach Mediengattungen, werden auch Kooperationen mit anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstaltern sowie der Anteil europäischer Werke am ORF-Programm behandelt. Zudem widmet sich der Jahresbericht den ORF-Angeboten für Volksgruppen sowie gehörlose und blinde Menschen und gibt Auskunft über die Nutzung der einzelnen Sender sowie den Versorgungsgrad.
stats