"ORF ist in einer dramatischen Situation"
 

"ORF ist in einer dramatischen Situation"

Wiener ÖVP gegen Immobilienverkäufe.

"Was will der ORF sein? Wohin will der ORF? Und wie will er es finanzieren?" - diese drei Fragen soll das ORF-Management vorrangig beantwortet, sagt Franz-Ferdinand Wolf, Mediensprecher der Wiener ÖVP zu den aktuellen Immobilien-Verkaufsplänen des ORF bei einer Pressekonferenz. Diese betreffen unmittelbar die Filmstadt Wien am Rosenhügel und womöglich schon bald das von Roland Rainer erbaute und unter Denkmalschutz stehende ORF-Zentrum am Küniglberg. Wolf weiter: "Der ORF ist in einer dramatischen Situation. Die finanzielle Misere jetzt durch Notverkäufe von Grundstücken zu lindern, ist falsch.“





Besonderen Ärger bereitet der Wiener ÖVP, dass das Gelände am Rosenhügel derzeit einer Widmung durch die Gemeinde Wien unterliegt, die eine Bebauung zu 60 Prozent vorsieht, statt der üblichen 30 Prozent. Dadurch werden Grundstückspekulationen Tür und Tor geöffnet, befürchtet Bernhard Dworak, ÖVP-Wien-Landtagsabgeordneter und Obmann der Hietzinger ÖVP. Gemeinsam fordern Wolf und Dworak die Gemeinde Wien auf, die Grundstückswidmung für die Rosenhügel-Studios so schnell wie möglich zu überdenken, um ein großes Wohnungsprojekt oder gar ein Einkaufszentrum auf dem Gelände zu verhindern. Stattdessen sehen Sie eher die Chance auf dem Areal Probebühnen für Wiener Theater und ähnliches umzusetzen. Die Sychronisationshalle (Halle 6) müsste zudem unter Denkmalschutz stehen, so Dworak.





Auf die Frage, ob er bereits bei der Gemeinde nachgefragt hat, wie dort über die geforderte Umwidmung gedacht wird meint Wolf augenzwinkernd: "Die Gemeinde als Abstraktum kann nicht denken."

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