ORF III startet Zeitzeugenprojekt mit Studier...
 

ORF III startet Zeitzeugenprojekt mit Studierenden von FH St. Pölten und Uni Wien

APA
ABD0047_20170912 - WIEN - ÖSTERREICH: ORF Zentrum, Logo, Hinweisschild, am Dienstag, 12. September 2017, in Wien. - FOTO: APA/HANS PUNZ
ABD0047_20170912 - WIEN - ÖSTERREICH: ORF Zentrum, Logo, Hinweisschild, am Dienstag, 12. September 2017, in Wien. - FOTO: APA/HANS PUNZ

Anlässlich des Gedenkjahres 2020 setzt der Kultur und Informations-Kanal gemeinsam mit den Studenten in den nächsten drei Monaten ein „Oral History“-Programm um.

Dabei treten Zeitzeugen mit ihren Erfahrungsberichten vor die Kamera. Ihre Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und dessen Ende vor 75 Jahren, an die Besatzungszeit sowie die Unterzeichnung des Staatsvertrags vor 65 Jahren werden digital festgehalten und sollen für nachfolgende Generationen zugänglich gemacht werden. Bisher haben sich auf den Ende 2019 gestarteten ORF-III-Aufruf laut Eigenangaben landesweit mehr als 200 Zeitzeugen gemeldet. Die nun entstehenden Interviews seien "eine wichtige Grundlage für künftige ORF-Produktionen'" und werden unter anderem im Rahmen von Zeitgeschichte-Schwerpunkten zu sehen sein.

Es handelt es sich um das erste TV-Projekt der im Herbst 2019 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen dem ORF und der Fachhochschule St. Pölten. Neben vier Studierenden der FH haben sich dem Projekt auch zwei Studierende der Universität Wien angeschlossen. ORF III bringt im Rahmen des Projekts Praktikumsplätze sowie die redaktionelle Betreuung und Projektleitung ein. Unterstützt wird die Initiative außerdem vom Videotechnik-Anbieter AV Professional, der für die Befragungen Videoequipment zur Verfügung stellt.

Interdisziplinäre Drehteams

ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber: "Die Aufarbeitung von Zeitgeschichte für neue Generationen ist eine zentrale Aufgabe unseres Senders, wie auch die Förderung von Studierenden und die Zusammenarbeit mit den österreichischen Universitäten und Fachhochschulen. Das ORF-III-Zeitzeugenprojekt bietet die einzigartige Möglichkeit, eine große Zahl an neuen Zeitzeugenberichten digital festzuhalten und gleichzeitig Studierenden die praktischen Mittel zur Verfügung zu stellen, um ihr Know-how produktiv einfließen zu lassen und weiterzuentwickeln." Und: "Gerade durch die Interaktion von Studierenden und Zeitzeugen können die prägendsten historischen Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts generationenübergreifend spürbar gemacht und das kollektive Gedächtnis um völlig neue Aspekte erweitert werden."

"Besonders vielversprechend" ist für Rosa von Suess, stellvertretende Studiengangsleiterin Medientechnik und Leiterin Ausbildungsfernsehen c-tv der FH St. Pölten, "die interdisziplinäre Zusammensetzung der Drehteams, da wir auch mit Studierenden der Zeitgeschichte und Medientheorie zusammenarbeiten. ORF III ist bisher bereits ein idealer Kooperationspartner für unser Ausbildungsfernsehen, mit dem Zeitzeugenprojekt intensivieren wir unsere Zusammenarbeit in Richtung duale Ausbildung."

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