ORF-Gesetz ist Thema beim Online Day
 

ORF-Gesetz ist Thema beim Online Day

Am 23. September in der Wiener Stadthalle.

Das ORF-Gesetz und die Auswirkungen auf den österreichischen Markt sind Generalthema des "Online Day Austria" am dritten Tag der Österreichischen Medientage (ÖMT), die von 21. bis 23. September 2010 erstmals in der Wiener Stadthalle ausgetragen werden. Kompakt und ohne Medienmesse, als Fachkongress mit hohem Praxisbezug und international renommierten Key-Speakern.

Der Online Day Austria als Abschlusstag der Österreichischen Medientage des Manstein Verlags mit den Fachpublikationen HORIZONT und BESTSELLER ist die Vertiefung der theoretischen Auseinandersetzungen in der Marketing-, Kommunikations- und Advertising-Praxis in Österreich. Das reflektiert auch das erste Gipfelgespräch unter der Moderation des Medienprofis und Holtzbrinck-Beraters Michael Grabner.

Ein Auszug der Fragestellungen aus dem Programm: Der ORF ist nicht nur der größte Werbeträger Österreichs, sondern auch die meistfrequentierte Online-Plattform laut ÖWA, und das seit Jahren. Wird der ORF seine Content-Vormachtstellung verlieren, die Visionen einer umfassenden Mediathek aufgeben müssen und deutlich an Werbeeinnahmen verlieren? Werden die Verlagshäuser, die immer stärker in das Online-Business drängen (müssen) davon profitieren und neue Erlösformen generieren? Wie sehen die großen Werbekunden einen „teilamputierten ORF“, beispielsweise Spar oder die Erste Bank, die jährlich einen zweistelligen Betrag an TV-Werbung ausgeben? Werden sie umdisponieren? Und wie sehen die Mediaagenturen –  vertreten durch Peter Lammerhuber, CEO der GroupM in Österreich – die neue Situation? Das alles wird am Online-Gipfel diskutiert.

„Wir wollen konkrete Szenarien aufzeigen“, so Gabriel Grabner, Initiator und Veranstalter des Online Day Austria, der bereits 2009 beim Start ein voller Erfolg war und in Kooperation mit der Telekom Austria und dem ORF ausgetragen wird. „Schließlich wird sich in den nächsten Jahren die Marketing-, Kommunikations- und Medienlandschaft dramatisch ändern. Die Apple- und Android-Euphorie ist erst der Anfang. Alle Verleger werden sich umstellen und ausrichten müssen, sieht man von Nischenplayern ab". Fakt ist: Online-Advertising ist das einzig signifikante Wachstumssegment im Advertising. Print war zuletzt stagnierend bis rückläufig, TV leidet unter einer Überalterung des Publikums. 2010 schon wird in den USA mehr Geld für Online- als für klassische Print-Werbung ausgegeben. 2011 wird es auch in Europa so sein, 2014 oder 2015 wird Online der dominante Advertising-Markt weltweit sein, mit Playern wie Google, die sich anschicken, ein neues Monopol zu erreichen.

Als Referenten werden beim Online Day unter anderen Karl Pall (Google), Thomas Prantner (ORF), Hans Gasser (VÖZ und "Wirtschaftsblatt"), Christopher Sima (GMX.at), Carsten Ludowig (XING), Tobias Oswald (Condé Nast Digital), Sven Scheffler (Handelsblatt.com) oder Alexander Mitteräcker (derStandard.at) Expertise geben – um nur einige zu nennen.

Der Online Day Austria kann einzeln gebucht werden – zum Sondertarif von 40 Euro – oder im Package mit den Medientagen (3-Tages-Ticket für 170 Euro). „Wir haben die Ticketpreise für den Online Day bewusst moderat gehalten, da wir neue Zielgruppen ansprechen wollen“, so Gabriel Grabner abschließend. Mehr Informationen und das Programm gibt es unter www.medien-tage.at

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