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ORF-Generaldirektor Wrabetz rechnet heuer mit schwarzer Null

David Bohmann

Der ORF wird heuer ausgeglichen bilanzieren, davon geht ORF-Chef Alexander Wrabetz aus: "Das dürfte gelingen."

Das Restrukturierungsprogramm sei auf Schiene, rund 50 Stellen und 30 bis 40 Mio. Euro werden heuer eingespart. Programmlich habe ORFeins "Priorität", doch mit knapperen Mitteln. 2016 hatte der ORF mit rund 30 Millionen Euro Minus abgeschlossen - Grund war, dass der Funkhaus-Verkauf nicht realisiert wurde. Für das Budget 2017 galt es, eine strukturelle Lücke zu schließen. Dafür läuft ein bis 2021 300 Millionen schweres Sparprogramm. Mit dem sei man im aktuellen Jahr im Plan, erklärt der Generaldirektor, der vor einem Jahr für eine dritte Amtszeit bestellt wurde. "Dass wir strukturell und operativ wieder in die schwarzen Zahlen kommen, dürfte gelingen." Er rechnet damit, "dass wir ohne Einmalerträge ausgeglichen bilanzieren".

Die Anpassung der Gebühren "hilft dabei", entscheidend sei aber das Sparprogramm, das von der sogenannten Transform-Gruppe gesteuert wird, betont er. "Wir haben jetzt ca. 50 von geplanten 300 Stellen reduziert." In der "ORF2-Daytime" - wo seit Kurzem auch nachmittags aus dem mobilen Studio gesendet wird - wurden rund vier Millionen eingespart, bei den Tochtergesellschaften gab es gewisse "Straffungen", der Dispositionsbereich werde bis November neu geordnet, nennt Wrabetz weitere Beispiele für die Sparanstrengungen im Haus. "Die Tranchen des Programms, wie sie für heuer vorgesehen waren, werden wir umsetzen. Das liegt im Bereich von 30 bis 40 Millionen Euro."
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