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ORF-Gebührenrefundierung: ORF-Zentralbetriebsrat empört über Aus

Fordert in Resolution Umdenken der Politik und warnt Geschäftsführung vor "Drohszenarien" Mitarbeitern gegenüber

Den Mitarbeitern des ORF droht angesichts des angekündigten Aus der Gebührenrefundierung der Kragen zu platzen. "Das Limit ist überschritten, und die Geduld der Belegschaft ist inzwischen mehr als ausgereizt", so der Tenor einer Resolution, die die ORF-Zentralbetriebsräte am Montag beschlossen haben. Am Nachmittag fand eine gemeinsame Sitzung des Zentralbetriebsrats mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl statt, bei der es dem Vernehmen nach zu heftigen Diskussionen kam.

Die Empörung der Belegschaftvertreter richtet sich nicht nur gegen die Politik, die "anstatt den ORF endlich auf eine solide Finanzierungsbasis zu stellen, offenbar auf wahlpopulistische Strategien" setzt. Auch die ORF-Geschäftsführung wird aufgefordert, "dringend alle Schritte zur Sicherstellung der zukünftigen Finanzierung zu setzen". Die Zentralbetriebsräte warnen zudem "explizit vor bereits öffentlich verkündeten 'Drohszenarien' den Mitarbeiterinnen gegenüber", heißt es in der der APA vorliegenden Resolution.

Neben dem ohnedies bereits beschlossenen Abbau von 250 weiteren Arbeitsplätzen bis 2016 bedeute der Wegfall der Refundierung, dass noch weitere ORF-Mitarbeiter ihren Job verlieren könnten, so die Zentralbetriebsräte. Ein weiteres Aushungern des Unternehmens, weitere Personal- und Budgetreduktionen würden zwangsläufig aber die Erfüllung des ORF-Programmauftrags verunmöglichen. Die medienpolitischen Entscheidungsträger werden daher "in aller Eindringlichkeit" zum Umdenken aufgefordert.

(APA)
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