ORF-Finanzplan sieht für 2013 knappes Plus vo...
 

ORF-Finanzplan sieht für 2013 knappes Plus vor

431 Millionen Euro für Fernsehdirektion - Eine Million für Frauenförderung - Mittel für ORF III sollen aufgestockt werden

Der ORF peilt auch für das kommende Jahr wieder schwarze Zahlen an. Im Finanz- und Stellenplan 2013, der am Donnerstag im Anschluss an die Plenarsitzung des Stiftungsrats an die Räte verteilt wurde, ist dem Vernehmen nach ein knappes Plus der ORF-Mutter von 0,3 Millionen Euro vorgesehen, für den Konzern strebt die Geschäftsführung eine Million Euro plus an. Von Sparmaßnahmen verschonen will ORF-Finanzdirektor Richard Grasl das Programm, wie er am Donnerstag im Anschluss an die Sitzung betonte.

Dementsprechend sollen auch heuer wieder mehr als 50 Prozent des Budgets in die Fernsehdirektion fließen. Heuer waren das 431 Millionen Euro. Mit "Chili" entfällt im nächsten Jahr ein nicht unerheblicher Kostenpunkt im Budget, dafür soll es zusätzliches Geld für den Ausbau der "ZiB 20" geben. Mehr Geld soll auch für Forschung und Entwicklung des Smart-TV-Geschäfts bereitgestellt werden, eine Reserve ist auch für die freien Mitarbeiter im Radio vorgesehen, war aus dem Stiftungsrat zu hören. Keine Informationen gab es über die Höhe des Freien-Mitarbeiter-Budgets.

Eine Million Euro will Grasl für die Frauenförderung locker machen, die im im September verabschiedeten Gleichstellungsplan vorgesehen ist. Sitzungsteilnehmer berichteten, dass dieses Vorhaben im Stiftungsrat mit großem Wohlwollen begrüßt wurde. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz will außerdem die Mittel für den Spartenkanal ORF III um 1,8 Millionen Euro aufstocken, umgesetzt werden könnte dem Vernehmen nach nun tatsächlich das lange angekündigte Medienmagazin.

Kostendämpfende Maßnahmen soll es unter anderem im Personalbereich geben, außerdem sind Ausgliederungen etwa der Grafik, der Promotion und der sogenannten visuellen Präsentation aus der Ausstattung vorgesehen. Der Verkauf der Rosenhügelstudios wird im nächsten Jahr fortgesetzt - zuletzt wurde ein Verkaufserlös von mindestens zehn Millionen Euro kolportiert. Bei den Werbeeinnahmen rechnet der ORF mit einem knappen Rückgang gegenüber heuer, wo 207,4 Millionen Euro veranschlagt waren.

Noch keinen Einblick gab die ORF-Geschäftsführung in die mittelfristige Finanzplanung des ORF. Wrabetz und Grasl hatten zwar am Donnerstag betont, sie streben auch für 2014 schwarze Zahlen an, dies könnte jedoch angesichts der - nach derzeitigem Stand - auslaufenden Gebührenrefundierung und der Rechtekosten für die 2014 bevorstehenden sportlichen Großereignisse wie Fußball-WM und Olympische Winterspiele schwierig werden. Die mittelfristige Finanzplanung muss die ORF-Führung spätestens eine Woche vor der nächsten Sitzung des Finanzausschusses des Stiftungsrats verschicken: Stichtag ist der 3. Dezember.

(APA)
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