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ORF Film/Fernseh-Abkommen: Heuer 37 heimische Filmprojekte kofinanziert

APA
Drei Spielfilme und drei Dokus bekamen grünes Licht.
Drei Spielfilme und drei Dokus bekamen grünes Licht.

Die letzte Kommissionssitzung des Jahres bedeutet den Startschuss für sechs neue Filmprojekte durch finanzielle Unterstützung des ORF, und damit heuer insgesamt 37 Arbeiten.

Die 176. und für dieses Jahr letzte Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und dem Österreichischen Filminstitut Mitte November hat die finanzielle Unterstützung von drei Spielfilmen und drei Dokumentarfilmen beschlossen. Damit wurden in diesem Jahr 37 Kinoprojekte aus unterschiedlichsten Genres mit insgesamt acht Millionen Euro teilfinanziert. 

Veronika Franz und Severin Fiala arbeiten nach ihrem weltweiten Kinoerfolg "Ich seh, ich seh" an ihrem nächsten Horrordrama "Das Bad des Teufels", einem historischen Spielfilm mit der preisgekrönten Valerie Pachner. Auch das neue Projekt von Dieter Berner ("Egon Schiele - Tod und Mädchen") wird von der GemKom kofinanziert. In "Alma und Oskar" entführt der Regisseur und Drehbuchautor die Zuseher in die Wiener Kunstszene des 20. Jahrhundert und portraitiert die Liaison zwischen Alma Mahler und und Oskar Kokoschka. Der dritte mitfinanzierte Spielfilm wird unter dem Titel "Das kürzeste Gedicht der Welt" von David Clay Diaz produziert - ein Nachwuchsfilm mit Verena Altenberger. Lukas Miko, Barbara Romaner und Anton Noori. 

Drehbuchautorin und Regisseurin Katharina Mückstein (L'Animale") wird bei ihrem kontroversen Dokumentarfilm "Feminism wtf" ebenfalls unterstützt. In ihrem Projekt behandelt sie Themen wie Feminismus und Gender-Equality. In der gleichnamigen Dokumentation behandelt Thomas Fürhapter das "Zusammenleben", indem er Migranten zu ihren Integrationskursen begleitet. Kofinanziert wird schließlich auch die biografisch-angelehnte Dokumentation "Ute Bock Superstar" von Houchang Allahyaris, die neben Statements der Protagonistin auch Statements von Jugendlichen einfängt und private Seiten von Ute Bock zeigt. 

Die vom ORF kofinanzierten Projekte der 176. Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut im Detail:

Des Teufels Bad 
Spielfilm 
Drehbuch und Regie: Veronika Franz, Severin Fiala 
Produktion: Seidl Film 
Inhalt: Es geschieht in Oberösterreich Mitte des 18. Jahrhunderts. Eine Frau ermordet ein kleines Kind. Ihre grausame Tat wird kein Einzelfall bleiben. Ein Film über Frauen, Religion und Ritualmord basierend auf einem wahren, bisher unbeleuchteten Kapitel europäischer Geschichte.

Alma und Oskar 
Spielfilm 
Drehbuch: Hilde Berger und Dieter Berner 
Regie: Dieter Berner 
Produktion: Novotny & Novotny 
Inhalt: Alma Mahler (Vicky Krieps), Grande Dame der Wiener Gesellschaft, lässt sich auf eine Affäre mit dem Enfant terrible der Wiener Kunstszene, Oskar Kokoschka, ein – eine Liebesgeschichte voller Wildheit und Impulsivität.

Das kürzeste Gedicht der Welt 
Spielfilm 
Drehbuch: David Clay Diaz 
Regie: David Clay Diaz 
Produktion: coop99 
Inhalt: Ein schwarzhumoriger Film über die Flüchtlingskrise und darüber, wie vier Österreicherinnen versuchen, auf unterschiedlichste Weise zu helfen.

Feminism WTF 
Buch und Regie: Katharina Mückstein 
Produktion: La Banda Film 
Inhalt: Der Feminismus gilt als die erfolgreichste soziale Bewegung des 20. Jahrhunderts, und dennoch wird deren Berechtigung ständig infrage gestellt. Warum regt die Diskussion über Geschlechterverhältnisse eigentlich so schrecklich auf?

Zusammenleben 
Buch und Regie: Thomas Fürhapter 
Produktion: Mischief Films – Verein zur Förderung des Dokumentarfilms Inhalt: Was wird in Integrationskursen in Wien vermittelt? Der Dokumentarfilm „Zusammenleben“ begleitet Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer aus unterschiedlichsten Ländern bei ihrem ersten Schritt über die Schwelle in ein neues Land.

Ute Bock Superstar 
Buch und Regie: Houchang Allahyari 
Produktion: Houchang Allahyari 
Inhalt: Ein berührendes, aber auch humorvolles Porträt der hochangesehenen Wiener Flüchtlingshelferin und Menschenrechtsaktivistin Ute Bock, die im Jänner 2018 verstarb. Der Film zeigt neben vielen Statements bekannter Persönlichkeiten und von Jugendlichen auch die ganz privaten, persönlichen Seiten ihres Lebens auf.

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