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ORF-Direktionen: Grasls Umbaupläne finden Gehör

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ORF-Online-Chef Thomas Prantner will sich nach der Wahl des ORF-Generaldirektors am 9. August um einen Posten im ORF-Direktorium bewerben.
ORF-Online-Chef Thomas Prantner will sich nach der Wahl des ORF-Generaldirektors am 9. August um einen Posten im ORF-Direktorium bewerben.

ORF-Online-Chef Thomas Prantner zeigt Sympathien für die von ORF-Finanzdirektor Richard Grasl vorgeschlagene neue Direktionsstruktur.

"In 4 Wochen ist ORF-Wahl. Für Wrabetz spricht die Erfahrung, für Grasl die zeitgemäße Direktionsstruktur mit TV, Radio und Online. Wäre positiv", schrieb ORF-Online-Chef Thomas Prantner am Montag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Damit zeigt dieser Sympathien für die von ORF-Finanzdirektor Richard Grasl vorgeschlagene neue Direktionsstruktur. Wie Grasl im Falle eines Siegs die ORF-Direktionen umbauen will, lesen Sie hier.

Prantner will sich nach der Wahl des ORF-Generaldirektors am 9. August, für die Generaldirektor Alexander Wrabetz und Finanzchef Grasl als aussichtsreichste Bewerber gelten, um einen Posten im ORF-Direktorium bewerben. Prantner, dem eine Nähe zur FPÖ nachgesagt wird, wurde zuletzt als möglicher Online-Direktor oder Radio-Direktor ins Spiel gebracht, falls es bei der Wahl des ORF-Generals auf die Stimme von FPÖ-Stiftungsrat Norbert Steger ankommen sollte. Grasl will im Fall seiner Bestellung zum ORF-Generaldirektor die Direktionen stärker in Richtung Kunden und Produkte und weniger in Richtung interne Verwaltung aufstellen. Grasls Konzept sieht demnach Direktionen für TV Programm, TV Information, Radio sowie den Bereich Digital/Online vor. Die bisherigen Direktionen für Finanzen und Technik könnten demnach in die Generaldirektion eingegliedert oder anderweitig zugeordnet werden. Kritik an diesem Vorschlag kam vom Technischen Direktor Michael Götzhaber. Er hält nichts von einer Abschaffung der Technischen Direktion und möchte auch die Online-Agenden weiter bei der Technik angesiedelt wissen. Eine Trennung dieser Bereiche schaffe bloß neue Schnittstellen und Doppelgleisigkeiten und zeuge nicht von einem modernen Verständnis, wie elektronische Medien funktionieren, meinte Götzhaber.
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