ORF bemüht sich um Migranten
 

ORF bemüht sich um Migranten

Eine Public-Value-Studie soll dem ORF dabei helfen, von migrantischen Bevölkerungsgruppen besser wahrgenommen zu werden.

Welche Strategien und Programmideen gebraucht werden, um von Medienkonsumenten mit Migrationshintergrund vermehrt genutzt zu werden, versuchte Prof. Fritz Hausjell in einer Public-Value-Studie für den ORF herauszufinden. Vertrauen wird dem ORF laut der Studie prinzipiell entgegengebracht, an der adäquaten Darstellung von Migranten hapert es aber noch. Im Zuge von Fokusgruppen-Gesprächen mit Migranten wurde der Status quo analysiert und eine Fülle möglicher Strategien für den ORF entwickelt, um Menschen mit Migrationshintergrund beziehungsweise -erfahrung mit den öffentlich-rechtlichen Programmangeboten besser anzusprechen.

Studien-Verfasser Hausjell vom Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, meint verdeutlicht: "Migranten schauen ORF, sie hören ORF, sie klicken auf ORF - und sie stellen Ansprüche an den ORF, deren Durchführbarkeit genau geprüft werden sollte." Laut ihm solle sich der ORF besonders dem türkischstämmigen Publikum widmen, - ein Korrespondentenbüro in Istanbul sei zeitgemäß. "Aufgabe des ORF sei es", so Hausjell, "Migranten in den Programmen so anzusprechen, dass sie das Gefühl bekommen, Teil dieser österreichischen Gesellschaft zu sein". Das müsse auch infiktionalen Programmen geschehen.

Die Detailergebnisse der Studie werden nun den Programmverantwortlichen des ORF zur Verfügung gestellt, damit diese die Erkenntnisse ins Programm einfließen lassen können.
stats