Online-Supermarkt Webvan vor Konkurs
 

Online-Supermarkt Webvan vor Konkurs

Bisher größte dot.com-Pleite aller Zeiten: rund 18 Milliarden Schilling wurden in den Sand gesetzt, 2000 Mitarbeiter entlassen.

Über 1,2 Milliarden Dollar (rund 18 Milliarden Schilling) wurden in den

Sand gesetzt, 2000 Mitarbeiter müssen gehen: Der amerikanische

Online-Grocer Webvan hat am Montag seine Webseite www.webvan.com dicht

gemacht und will innerhalb der nächsten zwei Wochen Konkurs anmelden.

Webvan hatte 1997 mit Venture Kapital in Höhe von 800 Millionen Dollar

seine Pforten geöffnet - und war seit damals nicht in die Gewinnzone

gekommen. Im November 1999 wagte der Online-Supermarkt den Gang an die

Börse und holte sich dadurch weitere 375 Millionen Dollar Kapital. Am Tag des Börsegangs wurde der Wert des Unternehmens mit 7,5 Milliarden Dollar bewertet, die Aktien standen bei 34 Dollar. Vergangenen Freitag wurden sie nur mehr zu 6 Cent das Stück gehandelt.

"Wir sind trotz allem sehr stolz auf das, was wir erreicht haben", sagte

Webvan-Sprecher Bud Gebey in einem Interview am Montag, "Ich denke, wir

hatten ein brilliantes Konzept. Aber wir waren einfach unserer Zeit

voraus."

(ap)

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