Online-Shopping in Europa im Aufwind
 

Online-Shopping in Europa im Aufwind

Der Onlineeinzelhandel in Europa wird bis zum Jahr 2006 auf ein Volumen von 152 Milliarden Euro anwachsen, prognostizieren die Analysten von Forrester.

Der Onlineeinzelhandel in Europa wird bis zum Jahr 2006 auf ein Volumen von 152 Milliarden Euro anwachsen, prognostizieren die Analysten von Forrester. Erwartet wird auch ein Wachstum der potenziellen Bruttogewinne von 3,9 Milliarden Euro im Jahr 2001 auf 35 Milliarden Euro in 2006. Um im Wettbewerb zu bestehen, empfiehlt Forrester Einzelhändlern, sich auf zukunftsträchtige Produktkategorien und Länder konzentrieren.


Einzelhändler in Europa befürchten, dass Medienberichte über Konkurse von Dot-Com-Firmen die Nachfrage für Online-Shopping reduzieren, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Im zweiten Halbjahr 2000, als Internetfirmen zusammenbrachen, wuchs der Anteil der Europäer mit Internetzugang um 20 Prozent Im Vergleich zum ersten Halbjahr waren in der zweiten Hälfte des Jahres 2000 32 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren online. Je länger Verbraucher online sind, desto mehr kaufen sie auch: Internetkäufer mit mehr als zwei Jahren Onlinekauferfahrung geben im Durchschnitt 31 Prozent mehr Geld pro Kauf aus als Onlinekunden, die erst bis zu einem Jahr Käufe im Internet tätigen. Dieser Aufwärtstrend gilt für alle europäischen Länder.


Ein Vergleich der europäischen Länder zeigt, dass das Nord-Süd-Gefälle auch weiterhin erhalten bleibt. Während der Onlineumsatz in der Schweiz, Deutschland, Großbritannien und Skandinavien im Jahr 2006 mehr als 8 Prozent des Einzelhandelsumsatzes im jeweiligen Land ausmacht, liegt der über das Internet erzielte Umsatz in Österreich, Frankreich, Irland, Finnland und den Beneluxländern nur zwischen 4 Prozent und 8 Prozent. In Portugal, Spanien, Italien und Griechenland werden weniger als 4 Prozent Einzelhandelsumsätze online erzielt.

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