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Wirtschaftsmedium Quartz steht erneut zum Verkauf

Quartz

Japanische Eigentümer suchen nach Käufer für das verlustbringende Online-Wirtschaftsportal.

Das US-Wirtschaftsnachrichtenportal Quartz steht erneut zum Verkauf, berichtet das Wall Street Journal. Erst vor zwei Jahren wurde das Unternehmen vom japanischen Medienkonzern Uzabase um rund 86 Millionen US-Dollar gekauft.

Angesichts der Corona-Pandemie und nicht enden wollender Verluste des Portals, müssen nun aber auch die Japaner sparen und suchen nach Käufern für Quartz.

Abos verdoppelt

2012 von Atlantic Media gegründet, war Quartz zunächst auf Expansionkurs und gründete unter anderem eine afrikanische und indische Ausgabe. Nach der Übernahme, versuchten die japanischen Eigentümer die Seite stärker auf Aboeinnahmen zu fokussieren. Die Zahl der Abos verdoppelte sich zwar im letzten Jahr, der Umsatz des Unternehmens sank aber dramatisch.

In der ersten Hälfte dieses Jahre fiel der Umsatz von 11,6 Millionen Dollar im ersten Halbjahr 2019 auf 5 Millionen Dollar. Anfang des Jahres wurden 80 Stellen abgebaut. In der selben Zeit machte Quartz kein einziges Mal einen Gewinn.


Quartz ist damit bereits das zweite US-Onlineportal, das einen neuen Eigentümer sucht. Auch das US-Telekomunternehmen Verizon versucht das verlustreiche Online-Portal 'HuffPost' loszuwerden.

Viele einstige Start-up-Medien, die zunächst ausschließlich auf Finanzierung durch Werbung und schnelle Expansion gesetzt haben, sind durch die globalen Einbrüche am Werbemarkt zuletzt stark unter Druck gekommen.

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