Online-Bankkunden: Kosten vor Sicherheit
 

Online-Bankkunden: Kosten vor Sicherheit

Deutsche Online Bankkunden denken beim Online-Banking vordergründig an Kosten und nicht an Sicherheit.

Deutsche Online Bankkunden denken beim Online-Banking vordergründig an Kosten und nicht an die Sicherheit, ergab eine Mummert + Partner-Studie zum E-Commerce der Finanzdienstleister.

Aber auch die Anbieter sorgen sich wenig um Sicherheit:

Während 72,1 Prozent der Banken vertrauliche Daten verschlüsseln, sind es bei den Finanzportalen nur ein Viertel. Bei den Banken wird das sehr sichere Verfahren HBCI von weniger als einem Viertel eingesetzt. Bei den Versicherungen verschlüsselt nur knapp die Hälfte vertrauliche Daten der Kunden.




Im Internet werden zurzeit bis zu zehn verschiedene Verschlüsselungsverfahren angewendet, bei denen je nach Verfahren die Datensicherheit in unterschiedlichem Maß gewährleistet ist. Je länger der verwendete Schlüssel - gemessen in Bit -, umso sicherer das Verfahren. Das Problem: Längere Schlüssel erhöhen den Rechenaufwand, sind also teuer. "Der Aufbau von Public-Key-Infrastrukturen ist momentan das wichtigste Thema im Bereich der Kryptographie. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Verbindung zum Internet und zum Mobilfunk", kommentiert Olaf Janssen, Mummert + Partner-Experte für Datensicherheit die Ergebnisse der Studie. Trotzdem werde die Public-Key-Infrastruktur (PKI) bisher in Deutschland kaum eingesetzt.

(er)

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