One und Mobilkom im Rechtsstreit
 

One und Mobilkom im Rechtsstreit

One will gegen den A1-Qualitätstest rechtliche Schritte einleiten.

Im Mittelpunkt der neuen Werbelinie der Mobilkom Austria steht ein Qualitätstest. Die Studie zur Sprachqualität der heimischen Mobilfunknetze hat die TU Wien im Auftrag der Mobilkom durchgeführt. Für One-Geschäftsführer Jörgen Bang-Jensen ist "dieser Test nicht glaubwürdig, denn die mobilkom war an der Auswahl der Routen, Untersuchungszeiten und -inhalte federführend beteiligt." Das, so Bang-Jensen, ermögliche viel Spielraum für exemplarische Stichproben, sei aber keinesfalls repräsentativ. Darüber hinaus wurde - wie laut One die TU Wien in einem Brief bestätigt - die Messreihe von einem Messteam der Mobilkom durchgeführt. Mit speziell für das Mobilkom-Netz kalibirierten Instrumenten, wie Bang-Jensen hinzufügt.



Dass die Mobilkom diese "selektiven Wahrheiten massiv für Werbezwecke einsetzt" wundert One ebenso wie die Bestätigung durch die TU Wien. Mobilkom-Generaldirektor Boris Nemsic reagierte gelassen, denn es handle sich "nicht um ein gutachten, sondern um die Auswertung einer Messreihe." Das verwendete Messinstrument sei bei mehr als 50 Anbietern weltweit im Einsatz, unter anderem auch bei One selbst. Laut Nemsic will sich künftig auch tele.ring an den Mobilkom-Messungen beteiligen. Seitens One fordert man dennoch ein gemeinsames Mess-Monitoring der Mobilfunkbetreiber auf einheitlich vereinbarten Standards. (spr)

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