Okto feiert 5-Jähriges
 

Okto feiert 5-Jähriges

Fünf Jahren nach seinem Start ist der Wiener Stadtsender Okto weit mehr als nur ein Community-Kanal. - Mit Jubiläumsspot.

„Nach fünf Jahren Okto weiß Okto besser, was Okto ist, weil es gesehen hat, was es kann“, beschreibt Prof. Thomas A. Bauer, Vorsitzender des Herausgebervereins, jenen Sender, der 2005 als erster Community-Kanal Österreichs on Air ging. Treffender könnte es wohl niemand formulieren, denn lässt man die ersten fünf Lebensjahre des Kanals Revue passieren, wird klar: Okto hat sich vom Image des semiprofessionellen Mitmach-Senders befreit und zu einem versierten Programmmacher entwickelt, der bezüglich Involvement und Erfüllung eines Bildungsauftrags etablierten Sendern – öffentlich-rechtlich wie privat – in Nichts nachsteht, im Gegenteil: Heute engagieren sich hunderte Menschen aus verschiedensten Communities ehrenamtlich bei Okto, denen zwischen 30 und 40 fixen Mitarbeitern zur Seite stehen.

Von Wrestling über Jugendkultur bis hin zu Literatur, Film und Astronomie reicht dabei das Themenspektrum, ja selbst eine eigene Sitcom wird bei niedrigstem Budget produziert. Kulturbeiträge, kritische Diskussionen ohne enges Werbekorsett – außer kleineren Patronanzen und Kooperationen findet auf Okto nämlich keine Werbung statt - und Lebenswirklichkeiten aus der Sicht der Macher zeichnen Okto aus. Geschäftsführer Christian Jungwirth bestärkt: „Besonders wichtig sind uns die Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen wie ZARA, Ute Bock, Amnesty International oder der UNHCR“, aber, fügt er hinzu: „Da wir einen öffentlichen Auftrag erfüllen müssen wir den Rücken wirtschaftlich frei haben“.  

Zuspruch vom Publikum
Die Leistungen und den Elan der Fernsehmacher honorieren mittlerweile die rund eine Million Wiener, die das Okto-Programm im Netz von aonTV und UPC empfangen können. In den Bundesländern ist die technische Reichweite laut eigenen Angaben auf 130.000 Personen über zwölf Jahren gestiegen. Besonders positiv fällt beim Okto-Publikum zweierlei auf: So sind die Zuschauer des partizipativen Kanals, ? der aus finanziellen Mitteln der Stadt Wien gefördert wird, ? sehr treu und haben mit 52 Prozent überdurchschnittlich häufig (Durschnitt bei der Grundgesamtheit aller Kabelhaushalte liegt bei 38 Prozent), einen Matura- beziehungsweise einen Hochschulabschluss.

Und die Wiener bleiben beim Zappen nicht nur immer häufiger bei Okto hängen, sondern bilden sich über Okto auch fachspezifisch weiter. Die regelmäßigen Workshops, bei denen das nötige journalistische und technische Handwerkszeug, um eine eigene Fernsehsendung zu gestalten, erworben wird, sind ständig ausgebucht. Scheinbar nebenbei exportiert Okto mit der Unterfirma oktolab technisches Know in den CEE-Raum, tauscht sich mit Partnersendern verschiedener Länder aus, kümmert sich um den Nachwuchs und tritt sogar als coproduzierende Fernsehanstalt auf. Ein Hobby-Mitmachfernsehen sieht anders aus, fünf Jahre nach der Gründung sollten auch die hartnäckigsten Skeptiker vom Wert dieser Arbeit überzeugt sein.

Wer mit Okto Geburtstag feiern will: Am 20. November findet im Wuk eine große Party unter dem Motto "5 ist besser als Sex" statt, die – wie könnte es anders sein – als Geburtstagssendung auch auf Okto zu sehen sein wird.
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