ÖZV fordert Reform der Publizistikförderung
 

ÖZV fordert Reform der Publizistikförderung

Wolfgang Pichler als ÖZV-Präsident wiedergewählt

Der Ruhestand von Wolfgang Brandstetter nach jahrelangem Wirken als Geschäftsführer und Vizepräsident des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbands (ÖZV) machte eine außerordentliche Neuwahl des Vorstandes notwendig, wie der ÖZV in einer Aussendung erklärte.

Das Ergebnis der Neuwahl: Der bisherige Schatzmeister Rainer Eder vom Agrarverlag wurde einhellig zum Vizepräsidenten gewählt, Wolfgang Pichler wurde als Präsident wiedergewählt. Die bisherige stellvertretende Schatzmeisterin Dagmar Lang vom Manstein Verlag rückte in die Funktion der Schatzmeisterin auf. Das bisherige einfache Vorstandsmitglied Erwin Goldfuß von der LW Werbe- und Verlags GmbH, wurde als stellvertretender Schatzmeister gewählt.

Reinhold Gmeinbauer und Claudia Volak sind neu im Vorstand

Neu im Vorstand sind Reinhold Gmeinbauer von der Medecco Holding und Claudia Volak vom ÖAMTC Verlag. Hermann Futter vom Compass Verlag (Schriftführer), Gabriele Ambros vom Bohmann Verlag (stv. Schriftführerin) sowie die Vorstandsmitglieder Claudia Gradwohl von der Verlagsgruppe News und Thomas Zembacher vom Wirtschaftsverlag wurden in ihren Funktionen bestätigt. 

ÖZV fordert Reform der Publizistikförderung 

Im Zuge der Vollversammlung präsentierte ÖZV-Präsident Wolfgang Pichler das sechs Punkte umfassende Arbeitsprogramm des Verbandes, der die Interessen von knapp 150 Verlagen mit mehr als 300 Publikationen vertritt. "Journalistische Qualität wird auch in Zukunft die Erfolgsformel für Zeitschriften und Fachmedien sowohl in Print als auch digital sein. Ähnlich wie bei der Presseförderung braucht es ebenso eine deutliche Erhöhung der Publizistikförderung, um die Qualitätssicherung der Zeitschriften und Fachmedien zu gewährleisten", lautet die erste Forderung des Programms. Insbesondere die Transformation des Geschäftsmodells in die Online-Welt soll durch die reformierte Publizistikförderung unterstützt werden.

Ein weiterer Punkt umfasst die steuerliche Ungleichbehandlung zwischen Print und Online, dies sei ein Erschwernis bei der Übertragung der aktuellen Geschäftsmodelle von analog nach digital: "Vor allem für Leser und Nutzer interessante Kombiangebote sind schwieriger zu verkaufen, da der Konsument nicht bereit ist, für den gleichen Content unterschiedliche Preise zu bezahlen." Der Zeitschriftenverband setzt sich darüber hinaus für ein nationales Informationsfreiheitsgesetz anstelle des Grundsatzes des Amtsgeheimnisses ein.
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