Österreichs E-Commerce benachteiligt
 

Österreichs E-Commerce benachteiligt

Strenge Zugabenregelung benachteiligt Österreichs Internet-Händler,

Seit dem Inkraftreten des E-Commerce-Gesetzes basierend auf einer EU-Richtlinie Anfang dieses Jahres sind die heimischen Unternehmen gegenüber anderen europäischen Anbietern im Internet benachteiligt. Auf dieses Faktum machen nun die beiden Wettbewerbsrechtsexperten Ivo Rungg und Johannes Barbist der Anwaltskanzlei Binder Grösswang aufmerksam.



Die beiden Anwälte verweisen auf folgende Ungleichheit: Für die Werbung im Web gilt grundsätzlich das Gesetz jenes EU-Landes, in dem der Anbieter seien Sitz hat. Die Möglichkeit, den Konsumenten etwa durch Zugaben zum Kauf zu motivieren, ist in Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Märkten jedoch stark eingeschränkt.



Die Ankündigung von Zugaben wie etwa Autobahn-Vignetten, Bonusmeilen oder mehr unterliegt einer entsprechenden Regelung. Die Anwälte verweisen auf die ersatzlose Streichung der strengen Zugabe- und Rabattvorschriften in Deutschland im vergangenen Jahr. Der bereits vorliegende Entwurf zur Harmonisierung dieser Ungleichheiten durch die Europäische Kommission sieht vor, gesetzliche Verbote künftig durch stärkere Informationspflichten des Anbieters zu ersetzen.



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