Österreichischer Zeitschriftenpreis geht an T...
 

Österreichischer Zeitschriftenpreis geht an Thomas Trescher vom Monatsmagazin "Datum"

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Zweiter Platz für Susanne Wolf von der „Wienerin“, den dritten Platz errang Andrea von Kerssenbrock für ihren Artikel im „Universum Magazin“

Der Österreichische Zeitschriftenpreis 2013 des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes (ÖZV) geht an das Monatsmagazin „Datum“. Journalist Thomas Trescher errang die Auszeichnung mit dem Artikel „Wie wir sterben wollen“. Der Autor stellt darin die Frage nach dem Wert des Lebens: „Wir werden immer älter und immer kränker – und immer teurere Medikamente versprechen ein noch längeres Leben. Doch wie viel ist das Leben wert, wie viel Leid und wie viel Geld?“ Sowohl die Herangehensweise an dieses heikle Thema als auch den analysierenden Stil hat die Jury für auszeichnungswürdig befunden. Der erste Platz ist mit einem Preisgeld im Umfang von 3.000 Euro dotiert.

Der zweite Platz geht an die Zeitschrift „Wienerin“. Susanne Wolf hat mit ihrem Beitrag „Mitten ins Herz getanzt“ ein berührendes Porträt einer Tanzgruppe geschaffen, in der Menschen mit Down Syndrom sich ausdrücken und Anerkennung finden können. Dabei spricht sie auch gesellschaftliche Themen an wie die pränatale Diagnostik. Sie will informieren und Schwangeren die Angst vor einer Behinderung des Kindes nehmen. „Kraftvolle Tanzszenen sind auch in den Fotos festgehalten und unterstützen den Text, der dazu aufruft, Menschen mit Down Syndrom ihr Leben leben zu lassen“, so die Begründung der Jury.

Auf dem dritten Platz landete der Artikel „Dr. Horse“ des „Universum Magazins“. Hier porträtiert Andrea von Kerssenbrock Pferde, die durch ihre feine Wahrnehmung und unmittelbare Körpersprache Menschen heilen. Eine Stute etwa, die gemeinsam mit einer Therapeutin eine Frau aus dem Wachkoma geholt hat. Die Jury würdigt den „sprachlich ansprechenden“ Artikel, die ausdrucksvollen Pferdefotos und „die grafische Gestaltung mit Beschreibungen, die direkt in die Bilder gesetzt wurden“.

Pichler betont Leistungsschutzrecht für Zeitschriftenverleger



ÖZV-Präsident Wolfgang Pichler hebt die redaktionelle Qualität sowohl der Einreichungen als auch der ausgezeichneten Arbeiten hervor und gratuliert den Preisträgern. Die journalistische Qualität von Fachmedien und Zeitschriften würde sich aber in Zukunft nur weiter steigern lassen, „wenn das geistige Eigentum einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt. Laut einer aktuellen ÖZV-Mitgliederumfrage wissen wir, dass drei Viertel unserer Mitglieder digitale Angebote betreiben. Im Durchschnitt erwirtschaften sie mit diesen Angeboten mehr als zehn Prozent ihrer Umsätze. Vom verbleibenden Viertel, welches noch keine digitalen Aktivitäten setzt, wollen acht Prozent in Hinkunft im digitalen Bereich aktiv werden. Damit wir aber nachhaltig digital wachsen können, müssen auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen.“ Daher setze sich der ÖZV für ein Leistungsschutzrecht für Zeitschriftenverleger ein.

Preisverleihung am 14. November

Die Preise werden am Abend des 14. Novembers von Justizministerin Beatrix Karl in Wien übergeben. Mit dem Österreichischen Zeitschriftenpreis zeichnet der ÖZV seit drei Jahrzehnten besonders gelungene Zeitschriftenbeiträge aus. Eingereichte Beiträge müssen in Österreich gedruckt oder digital publiziert worden sein und der Information und Unterhaltung eindeutig definierter Ziel- und Lesergruppen dienen. In der diesjährigen Jury unter der Leitung von KfJ-Geschäftsführerin Elisabeth Wasserbauer vertreten waren der ehemalige ÖZV-Geschäftsführer Wolfgang Brandstetter, „Gewinn“-Herausgeber Georg Waldstein sowie Günther Greul.
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