ÖJC kritisiert Friedensnobelpreisträgerin Aun...
 

ÖJC kritisiert Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi

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Fred Turnheim © Bernhard Möstl
Fred Turnheim © Bernhard Möstl

„Vielleicht soll das Friedensnobelpreis-Komitee nachdenken, Frau Aung San Suu Kyi den Preis wieder abzuerkennen“, meint Präsident Fred Turnheim.

Anlass für die Kritik ist die Verhaftung der Reuters-Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo in Myanmar. Die Journalisten wollten über das militärische Vorgehen gegen die muslimische Rohingya-Minderheit berichten. Wegen „illegaler Informationsbeschaffung mit dem Ziel der Weitergabe an ausländische Medien“ droht den Reportern nun eine Haftstrafe von bis zu 14 Jahren.

Der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim, fordert die Regierungschefin Myanmars und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi auf, sich sofort für die Freilassung der Journalisten einzusetzen. „Es kann nicht sein, dass eine Friedensnobelpreisträgerin die Verhaftung von Journalisten akzeptiert, nur weil sie über die Verfolgung von einer Minderheit berichten wollen“, argumentiert Turnheim.

Für die Freilassung der verhafteten Journalisten haben sich auch der Präsident des Europäischen Parlaments Antonio Tajani und UN-Generalsekretär Antonio Guterres eingesetzt. Doch die Regierung von Myanmar reagiert nicht. „Vielleicht soll das Friedensnobelpreis-Komitee nachdenken, Frau Aung San Suu Kyi den Preis wieder abzuerkennen, da sie die Vertreibung von bisher 600.000 Rohingya nicht verhinderte und dafür nun sogar Journalisten verhaften lässt, die über diese Vertreibung berichten wollen“, sagt ÖJC-Präsident Turnheim.

[Red.]

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