Öffentliche Werbeaufträge: VÖZ begrüßt 'Profe...
 
Öffentliche Werbeaufträge

VÖZ begrüßt 'Professionalisierung' der Regierungs-PR

APA
Markus Mair, Präsident des VÖZ
Markus Mair, Präsident des VÖZ

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) begrüßt, dass die Regierung die Kampagnenplanung des Bundes "auf neue Beine stellt". Mit der Ausschreibung über die Vergabe von Werbeaufträgen über die Bundesbeschaffungsgesellschaft habe die Regierung den richtigen Weg eingeschlagen, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Handlungsbedarf sieht der Verband aber bei der Umsatzsteuerreduktion. Diese müsse auch für Zeitungen verlängert werden.

Die Vergabe öffentlicher Werbeaufträge habe in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen gesorgt, da sie zum Teil freihändig erfolgt sei, Kampagnenerfolge nicht nach professionellen Gesichtspunkten gemessen und mögliche Rabatte aufgrund eines gemeinsamen Einkaufs nicht genutzt worden seien. Bereits 2011 habe der VÖZ daher eine Professionalisierung der Kampagnenvergabe von Bund und Ländern gefordert.

"Die Ausschreibung über die BBG und Auslagerung der Mediaplanung an eine Mediaagentur führt zu mehr Professionalität in der Kampagnenplanung, wie sie auch in der Privatwirtschaft selbstverständlich ist", so VÖZ-Präsident Markus Mair. Die Regierung breche damit mit "der bisherigen Praxis einer nicht kohärenten Werbestrategie des Bundes und der Nichtnutzung von Synergien zum Nachteil der Steuerzahler".

"Akuten Handlungsbedarf" sieht der VÖZ dagegen bei der Umsatzsteuerreduktion. Diese müsse auch für Zeitungen und andere Printpublikationen verlängert werden, wird gefordert. Im gestrigen Finanzausschuss sei die Verlängerung der Maßnahme bis Ende 2021 lediglich für die Buchverlage beschlossen worden. "Hier muss jedenfalls nachgeschärft werden, denn der neuerliche Lockdown, der wiederum die Erlöse der Printmedien beeinträchtigt, sowie die schwachen Konjunkturprognosen erfordern eine Verlängerung dieser überaus sinnvollen Maßnahme, die allen Qualitätsmedien mit Vertriebserlösen hilft", so Mair. Er appellierte an die Bundesregierung und die im Nationalrat vertretenen Parteien, "ein klares Zeichen in Richtung Qualität zu setzen".
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