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"Öffentliche" kontrollieren nun Euronews zu 100 Prozent

19 öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten aus der EU übernahmen 49 Prozent vom privaten britischen Medienkonzern ITN.

Der europäische Nachrichtensender Euronews befindet sich seit letzter Woche zu 100 Prozent in den Händen von 19 öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in Europa. Die TV-Sender, die bisher 51 Prozent des Kapitals kontrollierten, haben die 49 Prozent Restkapital vom privaten britischen Medienkonzern ITN übernommen, teilte die in Lyon angesiedelte Euronews kürzlich mit. Die 19 EU-Sender haben das Geschäft mittels der gemeinsamen Holding-Gesellschaft SECEMIE abgewickelt, hieß es weiter. Der britische Konzern ITN war seit 1997 Mehrheitsinhaber von Euronews.

SECEMIE-Präsident Jose Vila Abello betonte laut Aussendung den Willen der EU-Sender, "einen wirklichen europaweiten öffentlichen Dienst im Fernsehen zu schaffen". Der neue Präsident von Euronews ist seit heute, Montag, der 54-jährige Philippe Cayla. Er ersetzt den bisherigen Präsidenten Stewart Purvis.

Euronews sendet seit 1993 und bietet sein Programm inzwischen in sieben Sprachen an: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Russisch. Unter den Mitinhabern befinden sich aus rechtlichen Gründen keine deutschen Sender. Per Kabel und Satellit kann Euronews in 78 Ländern empfangen werden, auch in Österreich. Euronews erreicht in ganz Europa 3,6 Mio. Zuschauer am Tag.

(rs)

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