Öffentlich-rechtliche fordern mehr Rechte
 

Öffentlich-rechtliche fordern mehr Rechte

Intendanten sind über Konzentrationen der privaten Medien beunruhigt

Eine Finanzierung der Online-Auftritte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten über die Rundfunkgebühr sowie einen unbegrenzten Zugang zu den großen Sportereignissen haben die Intendanten der größten EBU-Mietgliedsanstalten (European Broadcasting Union) anlässlich ihres siebten Jahrestreffens in Paris gefordert. Zugleich äußerten sich die Intendanten von ARD, BBC, France Television, Rai, RTVE und ZDF beunruhigt über die starken Konzentrationstendenzen im privaten Mediensektor. Diese bedeute eine erhebliche Bedrohung für die Informationsfreiheit, den Zugang der Öffentlichkeit zu kostenlosen Diensten, insbesondere auf dem Gebiet des Sports und der Kultur. Mit Sorge beobachten die Intendanten immer wiederkehrende Forderungen zur wettbewerbsverzerrenden Begrenzung der öffentlich rechtlichen Sender vor allem bei den digitalen und Online-Dienste. Mit Blick auf das europäische Wettbewerbsrecht fordern die Intendanten die Institutionen der Europäischen Union auf, ihnen die notwendigen rechtlichen und finanziellen Sicherheiten zu geben, damit sie ihrem öffentlichen Auftrag auf dem traditionellen Verbreitungsweg sowie digital und online ungehindert nachkommen können. (gk)

stats