ÖAK veröffentlicht Auflagenzahlen für 1. Quar...
 

ÖAK veröffentlicht Auflagenzahlen für 1. Quartal 2001

Qualitäts-Tageszeitungen liegen weiter im Trend, SN überraschen, die Rückkehr von News.

Die aktuellen Zahlen des ersten Quartals 2001 der Österreichischen Auflagenkontrolle liegen vor. Unmittelbare Quartalsvergleiche sind aufgrund der Neuordnung der Richtlinien der ÖAK erst wieder ab dem dritten Quartal dieses Jahres möglich. Umso spannender ist ein Blick auf die Zeitreihen-Entwicklung der einzelnen Titel in den Kategorien Verkaufte Auflage und Abonnierte Exemplare seit dem Inkrafttreten der ÖAK neu.



So konnte in dem Segment der Tageszeitungen DerStandard von 63.671 Exemplaren Verkaufte Auflage in 3/2000 auf 69.165 in 1/2001 zulegen. Die Presse verkauft mittlerweile 78.474 Exemplare, das sind um 2.262 Hefte mehr als noch vor zwei Quartalen. Noch deutlicher der Zuwachs bei der Kleinen Zeitung: von 247.806 verkaufter Auflage in 3/2000 auf 252.760 im ersten Quartal 2001. Weniger gut ging es hingegen den Mediaprint-Titel Neue Kronen Zeitung und Kurier. Zwar legte die Krone in der Zeitreihe vom dritten Quartal 2000 auf das erste Quartal 2001 von 874.442 verkauften Heften auf 887.673 zu. Gegenüber dem vierten Quartal 2000 allerdings ist ein Rückgang um 7.396 Stück zu verbuchen. Der Kurier verkaufte im 3. Quartal 2000 noch 186.502 Exemplare, im vierten Quartal nur mehr 185.384 und im ersten Quartal 2001 fiel der Wert auf 184.303 Stück zurück. Und das vor dem Hintergrund, daß - wie aus den Büros der Marketingleiter der meisten Tageszeitungen zu vernehmen ist - das Jahresende "traditionell mit Abo-Abmeldungen" verbunden sei. Umso bemerkenswerter also die Zugewinne der Qualitätszeitungen.


Herausragend dabei: die Salzburger Nachrichten, die vom vierten Quartal 2000 auf das erste Quartal 2001 in der Verkauften Auflage von 74.237 Exemplaren auf 82.234 Stück zulegen konnten. Im wesentlichen wird dieser Sprung durch eine nahezu verdoppelte Auflage im Spezialverkauf verursacht. Nach den neuen ÖAK-Richtlinien ist der "Boom" in dieser Kategorie auch leicht erklärt, fallen doch u.a. alle jene Abos in diese Kategorie, die durch Zugaben lukriert wurden, deren ortsüblicher Verkaufspreis den Abo-Preis übersteigt, jedoch nur bis zu einer Maximalgrenze von 150 Prozent.



News kehrt mit den aktuellen Auflagenzahlen an den Meldetisch zurück und positioniert sich mit 274.212 verkauften Exemplaren (138.036 Abos) hinter der Schwesterzeitschrift tv-media (295.385 verkaufte, 153.095 abonnierte Hefte) auf Platz zwei. Dahinter folgt e-media mit 164.026 verkauften Exemplaren (83.988 Abos). Format und profil stärken ihre Positionen am Markt der Wochenmagazine mit 90.911 (Format) bzw. 83.243 (profil) verkauften Heften. Ein Blick auf die Details der Zeitreihe in den Auflagenzahlen von profil bringt ein erstaunliches Detail zutage: in der Kategorie Verkaufte Auflage büßte das Nachrichtenmagazin kontinuierlich ein und fiel von 85.410 (3/2000) auf 83.243 (1/2001) zurück, wobei der Tiefpunkt im vierten Quartal lag mit 82.893 verkauften Exemplaren. Parallel dazu konnte das profil allerdings in der härtesten Kategorie, den Abonnements, ebenso kontinuierlich zulegen: 38.722 im dritten Quartal 2000, 44.815 im vierten Quartal und gegenwärtig hält man bei 48.730 Exemplaren. Auf der anderen Seite entspricht der Rückfall in der verkauften Auflage bei Format (von 94.072 auf 90.911 Ex.) in etwa dem Rückgang bei den Abos (von 51.856 auf 47.591 Ex.). Als stärkstes Wirtschaftsmagazin behauptet sich der Gewinn mit 69.282 verkauften Exemplaren gegenüber dem trend, der seinen Rückfall vom dritten auf das vierte Quartal 2000 von 67.874 verkauften Exemplaren auf 61.452P auffangen konnte und nun bei 62.172 verkauften Heften hält. (spr)



Hier die detaillierten ÖAK-Daten für das 1.Quartal 2001 als PDF-Dateien zum Downloaden:



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