ÖAK: Tageszeitungen im Aufwind
 

ÖAK: Tageszeitungen im Aufwind

Für das 2. Quartal 2003 bescheinigt die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) einigen österreichischen Tageszeitungen wieder steigende Auflagen.

Für die Mehrzahl der österreichischen Tageszeitungen ist das jüngste Ergebnis der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) ein positives: Immerhin sieben der Blätter konnten ihre Auflagen im 2. Quartal 2003 zum Teil erheblich steigern. Die "Kleine Zeitung" etwa setzte im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres 9.118 Stück mehr ab und liegt nun bei einer verkauften Auflage von 258.597. Die ebenfalls zur Styria Medien AG gehörende "Presse", welche erst Anfang des heurigen Jahres einem umfassenden Relaunch unterzogen wurde, kam von April bis Juni 2003 mit 4.663 verkauften Mehrexemplaren auf eine Verkaufsauflage von 77.643. Verkaufszuwächse weist die ÖAK auch dem "Standard" (Verkaufsauflage: 68.820 Stück), dem "Wirtschaftsblatt" (33.898 Exemplare), den "Oberösterreichischen Nachrichten" (104.146 Stück), der "Tiroler Tageszeitung" (91.158 Stück) und den Vorarlberger Nachrichten (65.620 Exemplare) aus.

Insgesamt zurückgegangen sind die Verkäufe der Mediaprint-Blätter: Um 2.888 Exemplare setzte die "Kronen Zeitung" im 2. Quartal 2003 weniger ab und hält nun bei 846.259 verkauften Kleinformaten. Die "Kurier"-Verkäufe fielen im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres um 1.570 Stück auf 171.434. Leichte Verluste mussten auch die "Salzburger Nachrichten" (72.753) sowie die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" (6.593) hinnehmen. Bei den regionalen Wochenzeitungen konnten die "Niederösterreichischen Nachrichten" ihre verkaufte Auflage um 3.736 auf 134.768 Stück ausbauen, "Niederösterreichische Rundschau" (16.750), "Oberösterreichische Rundschau" (129.344) und "BF – Die Burgenlandwoche" (12.076) büßten Verkäufe ein.

Wenig Vergleichbares gibt es bei Magazinen mit wöchentlichem Erscheinungsrhythmus: Daten liefert die ÖAK nur für Kurt Falks "Ganze Woche" sowie die "Sportwoche". Erstere musste ein Minus von 15.941 Stück hinnehmen und liegt nun bei einer Verkaufsauflage von 330.084 Exemplaren, die "Sportwoche" setzte um 6.025 Exemplare weniger ab und kommt nunmehr auf 38.410 verkaufte Stück. Sämtliche Magazine der News-Gruppe sind seit ihrem vorübergehenden Austritt aus der Auflagenkontrolle nicht mehr ausgewiesen. Keine Vergleichsmöglichkeit gibt es daher auch auf dem Sektor der Wirtschaftsmonatstitel: Der "Gewinn" konnte im 2. Quartal 2003 seine Verkaufsauflage um 9.626 Stück auf 66.681 steigern – Konkurrent "trend" aus der Verlagsgruppe News lieferte keine Daten.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Print-Ausgabe von Horizont (36/2003), die am 5. September 2003 erscheint.

(jed)

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