ÖAK reagiert mit neuer Prüfordnung
 

ÖAK reagiert mit neuer Prüfordnung

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... und verschiebt Veröffentlichung der Daten für das zweite Halbjahr 2011

Mittwochnachmittag beriet der Vorstand der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) unter dem Vorsitz von Präsidentin Sibylle Callagy das weitere Vorgehen in der Causa Verlagsgruppe News. Wie berichtet hatte News-Boss Axel Bogocz - er war in der Sitzung anwesend -  die ÖAK davon in Kenntnis gesetzt, dass die Verlagsgruppe in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich überhöhte Verkaufsauflagen an die ÖAK gemeldet hatte. Nun werden die Prüfinstitute der ÖAK und die Wirtschaftsprüfer der Verlagsgruppe News die genaue Vorgehensweise rekonstruieren und auf Basis dieses Wissens die ÖAK-Daten aller Printtitel in der Verlagsgruppe aus den vergangenen drei Halbjahren "sonderprüfen". Aufgrund der "Selbstanzeige" der Verlagsgruppe sieht die ÖAK von weiteren Sanktionen ab. Zudem, erklärt Callagy, sei die Prüfkommission der ÖAK damit beauftragt worden, die Prüfordnung des Vereins dahingehend zu überarbeiten, dass eine entsprechende Manipulation nicht mehr möglich sei. 

Update: Aufgrund der aufwendigen Sonerprüfung für die in der ÖAK gelisteten Printtitel der Verlagsgruppe News verschiebt sich die für 24. Februar 2012 geplante Veröffentlichung der Auflagedaten für das zweite Halbjahr 2011 um eine Woche.

Mehr zu dieser Affäre und wie die Mitbewerber der Verlagsgruppe News auf die Falschmeldungspraxis reagieren, lesen Sie in HORIZONT 7/2012, der am Freitag, den 17. Februar erscheint.
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