ÖAK: Printmedien im Verkaufsminus
 

ÖAK: Printmedien im Verkaufsminus

Die Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) für das 4. Quartal 2003 zeigen einen Trend zu rückläufigen Auflagen.

Für die Mehrzahl der österreichischen Printmedien ist das jüngste Ergebnis der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) ein wenig erfreuliches: Die veröffentlichten Zahlen für das 4. Quartal 2003 zeigen einen Trend zu rückläufigen Auflagen. Immerhin acht der ausgewiesenen Tageszeitungen mussten im Vergleich zum 4. Quartal 2002 ein zum Teil erhebliches Verkaufsminus hinnehmen: Allen voran meldet die "Kronen Zeitung" einen Rückgang ihrer Verkaufsauflage um 8.518 auf 845.616 verkaufte Exemplare. Vor allem im Einzelverkauf musste das Kleinformat Verluste verkraften: Knapp 18.000 "Krone"-Exemplare weniger wurden im Wochenschnitt im Vergleich zum 4. Quartal 2002 via Trafik, Kiosk oder Kolportage abgesetzt – der Abo-Zuwachs um 7.056 Stück konnte dieses Minus nicht ausgleichen.

Auch der zweite Mediaprint-Titel "Kurier" verlor 2.827 seiner verkauften Auflagenstück und liegt nun bei einer Verkaufsauflage von 171.340. Deutlich zurückgegangen sind auch die Verkäufe des "Standard": Mit einem Minus von 2.956 verkauften Stück kommt die lachsrosa Tageszeitung nun auf eine Verkaufsauflage von 66.600 Exemplare – abgebaut hat das Blatt vor allem im Einzel- und Spezialverkauf. Deutlich ist der Verkaufsrückgang beim "Wirtschaftsblatt": Um 3.865 auf 33.180 Stück reduzierte sich die Verkaufsauflage der täglichen Wirtschaftszeitung, die "Salzburger Nachrichten" setzten um 1.651 Stück weniger ab und kommen nun auf eine verkaufte Auflage von 72.732. Leicht rückläufig, aber stabil blieben die Auflagen der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung", der "Oberösterreichischen Nachrichten" und der "Vorarlberger Nachrichten".

An Verkaufsauflage zulegen konnten indes die "Kleine Zeitung" und ihre Styria-Schwester "Presse": Die "Kleine" setzte um 969 Stück mehr ab und liegt nun bei 259.819 verkauften Stück, die "Presse" steigerte sich marginal auf 77.152 verkaufte Exemplare im Wochenschnitt. Einziger weiterer Gewinner in den Bundesländern: Die "Tiroler Tageszeitung" meldete 92.886 verkaufte Stück – nach 91.801 im 4. Quartal 2002.

Bei den regionalen Wochenzeitungen konnte lediglich die "Niederösterreichische Rundschau" ihre Verkaufsauflage leicht ausbauen (auf 16.777), "Niederösterreichische Nachrichten" (133.890), "Oberösterreichische Rundschau" (126.804) und "BF – Die Burgenlandwoche" (12.558) büßten Verkäufe ein.

Kaum Vergleichbares gibt es weiterhin bei Magazinen mit wöchentlichem Erscheinungsrhythmus: Daten lieferte die ÖAK nur für "Die Ganze Woche" und die "Sportwoche". Erstere steigerte ihre Verkaufsauflage um satte 22.303 auf 354.615 Stück, die "Sportwoche" ging auf 37.608 verkaufte Exemplare zurück. Bei den Monatsblättern konnte der "Gewinn" um 2.499 Stück mehr absetzen und kommt nun auf eine Verkaufsauflage von 61.219, "Sportmagazin" (25.989), "Wiener" (34.392) und "Wienerin" (46.046) mussten indes Verkaufsrückgänge hinnehmen.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Printausgabe von Horizont 10/2004, die am 5. März 2004 erscheint.

(jed)

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