ÖAK: Printlandschaft präsentiert sich weitgeh...
 
ÖAK

Printlandschaft präsentiert sich weitgehend stabil mit neuen E-Paper-Wegen

Adobe Stock / Orlando Bellini
Der neue Jahresschnitt 2019 der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) gibt Einblicke in die Performance von Print-Produkten.
Der neue Jahresschnitt 2019 der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) gibt Einblicke in die Performance von Print-Produkten.

Die neuen ÖAK-Zahlen 2019 rütteln nicht am gewohnten Ranking - zumindest bei den Tageszeitungen. Abseits davon gibt es einige Ausreißer.

Das Ranking der heimischen Kauf-Tageszeitungen nach Auflagenhöhen hat sich im Jahresvergleich – bis auf einen neu ausgewiesenen Titel – nicht verändert. Weiter dominiert die Kronen Zeitung in puncto verbreiteter Auflage (716.212 Stück). Weit abgeschlagen folgt auf Platz zwei die Kleine Zeitung (299.174 Stück), der Kurier (124.154 Stück), die Oberösterreichischen Nachrichten (124.142 Stück) und die Tiroler Tageszeitung  mit 88.116 Stück. Neu im Ranking 2019 findet sich die Kaufversion vom Fellner-Blatt Österreich, die auf Platz zehn einsteigt und damit die Neue Vorarlberger TZ um einen Rang nach hinten schiebt.


Bei genauem Hinsehen lässt sich ein Trend ausmachen: Von den elf in der ÖAK gelisteten Kauf-Tageszeitungen haben acht die im Wochenschnitt verbreitete Auflage zurückgeschraubt. Einzig die Kleine Zeitung und die Salzburger Nachrichten haben diese um 1.441 beziehungsweise 264 Stück gesteigert. Dass die Auflagen generell mehr zurückgeschraubt als erhöht werden, ist keine brandneue Entwicklung, sondern vielmehr ein Trend, der sich bereits 2018 abgezeichnet hat und nun seine Fortsetzung findet.

Der auch auf die rot-weiß-rote Printnation überschwappende Digital-Trend bildet die zweite Seite der Auflagen-Medaille. Bei ausnahmslos allen in der ÖAK gelisteten Kauf-Tageszeitungen ist der E-Paper-Anteil gewachsen. Eine Ausnahme bildet auch hier die Kauf-Version von Österreich, die zum ersten Mal erfasst ist.

Rote Wochenzeitungs-Bilanz

Platzhirsch bei den Wochenzeitungen bleibt auch 2019 Die ganze Woche mit einer verkauften Auflage von 277.270 Stück.  Allerdings musste auch das Blatt aus dem Hause Falk federn lassen: Im Vergleich zu 2018 sind das um rund 4,6 Prozent weniger Verkaufsauflage.

Im Minus ist auch die Verlagsgruppe News: Der stärkste Titel, tvmedia, mit einer verkauften Auflage von 148.962 Stück verlor rund 9,4 Prozent im Vergleich zu 2018. Woman (14-täglicher Erscheinungstermin) mit einer Verkaufsauflage von 107.985 Stück verlor rund 11 Prozent, das Nachrichtenmagazin News hat mit rund 13,3 Prozent das größte Minus in der Verlagsgruppe zu verzeichnen. Konkurrent profil hat keinen Grund zur Freude: Mit einer Verkaufsauflage von 52.295 Stück hat das Nachrichtenmagazin, das neuerdings vollständig dem Kurier gehört, ein Minus von 14,4 Prozent.

Buntes Monatsmagazin-Bild

Bei den Monatsmagazinen ist das Bild weniger einheitlich rot. Die ORF nachlese kann sich bei der verkauften Auflage 2019 (61.052) über ein Plus von rund 2,8 Prozent freuen, das Wirtschaftsmagazin Gewinn (verkaufte Auflage: 45.843) hat sogar um 14,2 Prozent mehr Stück verkauft als noch 2018. Beide müssen sich aber Servus in Stadt & Land aus dem Hause Red Bull geschlagen geben. Dieses verkauft mit 105.991 Stück am meisten unter den Monatsmagazinen. Stärkster Automobil-Titel ist die Autorevue mit 41.276 verkauften Stück – ein Minus von rund 13,5 Prozent. Alles Auto hat mit 21.351 verkauften Stück ein Minus von 13,2 Prozent.  Gusto verzeichnet mit 32.332 Stück ein Minus von 20,9 Prozent. Die Welt der Frau mit 32.205 Stück „nur“ 9,9 Prozent. Ebenfalls tief in den roten Verkaufszahlen sind e-media, das mit 28.269 Stück um 22,4 Prozent weniger verkauft hat als 2018. Die Wienerin (verkaufte Auflage 25.358 Stück) musste ein Minus von 14,8 Prozent verzeichnen.

Details und Analysen zu den neuen ÖAK-Zahlen lesen Sie nächste Woche in der HORIZONT-Ausgabe 08/2020. Noch kein Abo? Hier klicken!

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