ÖAK-Liste wird immer kürzer
 

ÖAK-Liste wird immer kürzer

In den Auflagenlisten für das 3. Quartal 2007 fehlen neben den Daten von Mediaprint, Verlagsgruppe News sowie "Wiener" und "Wienerin" nun auch jene des Sportmagazin Verlags.

In nun noch schlankerem Ausmaß ist soeben die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) für das 3. Quartal 2007 erschienen: Wie schon seit Jahresbeginn fehlen sämtliche Medien der Mediaprint in den Auflagenlisten, Zahlen der Verlagsgruppe News sowie der Styria-Magazine „Wiener“ und „Wienerin“ sucht man bereits länger vergeblich. Und nun hat auch der Sportmagazin Verlag seine ÖAK-Meldung gestoppt. Die offizielle Begründung: Nach der Fusion des Verlagshauses mit der Styria Multi Media AG befinde man sich im Umbau. „Das ist eine Übergangsperiode, in der sie das Haus in Ordnung bringen und wir unseres“, kommentiert ÖAK-Präsidentin Sybille Callagy die fehlenden Sportmagazin-Titel. Zu dem Reformprozess, in dem sich die heimische Auflagenkontrolle derzeit befindet und der alle Beteiligten – inklusive Mediaprint und Verlagsgruppe News – wieder unter einem Dach vereinen will, sollte sich die ÖAK-Chefin allerdings nicht äußern. Nur so viel: „Wir sind bei der Arbeit.“

Stabil präsentieren sich die aktuellen Zahlen für die ÖAK-gelisteten Printtitel: Sowohl im Tageszeitungs-, als auch im Wochenzeitungsbereich kam es im Vergleich zum 3. Quartal 2006 zu keinen gröberen Veränderungen. Acht der ausgewiesenen Tageszeitungen konnten ihre Verkäufe leicht steigern, das deutlichste Verkausfplus im Vergleich zum Vorjahr erzielte da die Styria-Zeitung „Kleine Zeitung“, die ihren Gesamtverkauf um rund 3.000 Stück auf 271.058 Hefte erhöhte und damit die nunmehr auflagenstärkste Tageszeitung innerhalb der ÖAK ist. Ebenfalls gewonnen hat die Styria-Schwester „Die Presse“, die einmal mehr vor allem ihre Abonnentenzahlen ausbauen konnte. Auch „Standard“, „Neue Vorarlberger Tageszeitung“, Tirols „Neue“, „Salzburger Nachrichten“, „Tiroler Tageszeitung“ und „WirtschaftsBlatt“ meldeten einen gestiegenen Gesamtverkauf, einzig „Oberösterreichische Nachrichten“ und „Vorarlberger Tageszeitung“ mussten leichte Verkaufsrückgänge hinnehmen. Neo-Tageszeitung „Österreich“, nun bereits zum vierten Mal in der ÖAK gelistet, konnte im Vergleich zur letzten ÖAK-Meldung im 2. Quartal 2007 seinen Gesamtverkauf um 10.988 auf 174.865 verkaufte Gazetten ausbauen. Wieder zugelegt hat man da im Einzelverkauf: Um 9.650 „Österreich“-Exemplare mehr gingen im 3. Quartal über den Ladentisch, gesteigert wurden allerdings hier vor allem die durch Gutscheine und Coupons rabattierten Verkäufe.

Bei den Wochenzeitungen konnten die „Niederösterreichischen Nachrichten“ und die „bvz“ Verkäufe ausbauen, „Oberösterreichische Nachrichten“, „BF – Burgenland Freizeit“ und „NÖ Rundschau“ meldeten ein Verkaufsminus. In der – nunmehr lückenhaften – Listung der Magazine sticht vor allem das eindeutige Verkaufsplus des Wirtschaftsmagazins „Gewinn“ hervor, die auflagenstärkste Wochenillustrierte des Landes, die „Ganze Woche“ bußte erneut Verkäufe ein, das „Seitenblicke Magazin“ musste ebenfalls ein deutliches Verkaufsminus hinnehmen, wohl auch verursacht durch die Umstellung auf den wöchentlichen Verkaufsrhythmus. Die nun zum dritten Mal ÖAK-gelistete „miss“ meldete für das abgelaufene Quartal 43.847 verkaufte Exemplare.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Printausgabe von Horizont 49/2007, die am 7. Dezember 2007 erscheint.

(jed)

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