ÖAK erscheint weiterhin lückenhaft
 

ÖAK erscheint weiterhin lückenhaft

Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) hat die Auflagenzahlen für das 4. Quartal 2007 veröffentlicht – einmal mehr ohne Daten für die Verlagsgruppe News oder die Mediaprint-Zeitungen.

Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) ist einmal mehr mit Lücken erschienen: Auch im aktuell veröffentlichten 4. Quartal 2007 sowie für das Gesamtjahr 2007 fehlen die Auflagenzahlen sämtlicher Magazine der Verlagsgruppe News sowie der Mediaprint-Zeitungen "Kronen Zeitung" und "Kurier". Diese haben ihre Auflagen stattdessen in der gemeinsamen Medien Auflagenkontrolle (MAK) gemeldet. An einem Kompromiss, der wieder alle großen heimischen Printmedien unter dem ÖAK-Dach vereint wird derzeit heftig verhandelt.

Bereits seit nunmehr einem Jahr meldet Wolfgang Fellners Tabloid „Österreich“ in der ÖAK – mit dem aktuellen Quartal sind also erstmals Vergleiche mit dem Vorjahr möglich. So konnte das Blatt im Vergleich zum 4. Quartal 2006 seine Verkaufsauflage um mehr als 8.000 Stück auf 170.437 verkaufte Hefte ausbauen – gesteigert wurde hier vor allem im Abonnementbereich und zu Lasten der Einzelverkäufe. Sehr stabil – mit überwiegend sehr geringen Schwankungen nach oben oder unten - erweisen sich die aktuellen Auflagenzahlen der übrigen ÖAK-geprüften Tageszeitungen: An Verkäufen traditionell stark gewachsen ist da die „Kleine Zeitung“, die bei nunmehr 272.071 verkauften Kleinformaten liegt und vor allem ihre Abonnentenzahlen weiter ausbauen konnte. Auch der „Standard“, die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“, die „Oberösterreichischen Nachrichten“, die „Salzburger Nachrichten“, die „Tiroler Tageszeitung“ und das „WirtschaftsBlatt“ konnten gegenüber dem 4. Quartal 2006 ihre Verkaufsauflagen steigern. Leichte Verkaufsrückgänge mussten hingegen „Die Presse“, die „Neue Zeitung für Tirol“ sowie die „Vorarlberger Nachrichten“ hinnehmen. Ein leichtes Verkaufsminus verzeichneten auch die regionalen Wochenzeitungen „Oberösterreichische Rundschau“ und „Niederösterreichische Rundschau“, im regionalen Bereich zulegen konnten hingegen die „Niederösterreichischen Nachrichten“ und die „BVZ“, die „Burgenland Freizeit“ stellt bereits seit Monaten auf einen Gratisvertrieb um.

Die - aufgrund der fortdauernden ÖAK-Absenz der Magazintitel der Verlagsgruppe News sowie der Styria-Multimedia-Magazine – wenigen ausgewiesenen Magazine erweisen sich als relativ stabil am Markt, einzig die beiden Wochenmagazine „Die Ganze Woche“ sowie der Societytitel „Seitenblicke“ Magazin mussten deutliche Verkaufseinbußen hinnehmen, letzteres aufgrund der im Vorjahr erfolgten Umstellung auf den Wochenrhythmus. Seine Verkäufe stark gesteigert hat unterdessen der wirtschaftliche Monatstitel „Gewinn“.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Printausgabe von Horizont 10/2008, die am 7. März 2008 erscheint.

(jed)

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