ÖAK erscheint mit neuem Kategorienschema
 

ÖAK erscheint mit neuem Kategorienschema

Für das 1. Quartal 2004 bescheinigt die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) den Tages- und Wochenzeitungen sowie den Magazintiteln einen generellen Rückgang der verbreiteten Auflage – sämtliche Unterkategorien aber wurden im Zuge einer Reform überarbeitet.

Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) für das 1. Quartal 2004 ist erschienen – mit etwas Verspätung. Denn im Zuge einer Generalreform wurde das Kategorienschema vollkommen überarbeitet. Nicht mehr vergleichbar sind daher die aktuellen Daten mit jenen aus Vorjahren, betont die ÖAK-Geschäftsführerin Nadja Vaskovich bei der Präsentation der Auflagenzahlen. Einzig die Druckauflage und die Verbreitete Auflage sind mit den Werten aus früheren Erhebungen zu vergleichen. Da könne man im Vergleich zum 1. Quartal 2003 auch einen tendenziellen Rückgang feststellen, meint Vaskovich: Die verbreitete Auflage der Tageszeitungen insgesamt ist etwa im 1. Quartal 2004 um 1,8 Prozent zurückgegangen, die Wochenzeitungen verloren mit Blick auf das Vergleichsquartal 2003 0,2 Prozent ihrer verbreiteten Auflage, auf dem Magazinsektor betrug der Rückgang in der Verbreitung 1,6 Prozent.

Sämtliche verkaufte Exemplare eines Mediums werden nun nach der ÖAK-Reform in der Kategorie "Verkauf Gesamt" ausgewiesen – Verkaufstendenzen im Vergleich zu Vorjahren können aufgrund der Umstellung nicht abgelesen werden, erklärt Vaskovich. Laut ÖAK für das 1. Quartal 2004 bleibt die "Kronen Zeitung" mit 859.193 verkauften Exemplaren das meistverkaufte Printmedium des Landes, die Gesamtausgabe der "Kleinen Zeitung" kommt auf einen Gesamtverkauf von 261.692 Heften und der "Kurier" liegt mit 172.882 verkauften Exemplaren an dritter Stelle. Für die "Oberösterreichischen Nachrichten" wurde im 1. Quartal 2004 ein Gesamtverkauf von durchschnittlich 106.408 Stück erhoben, die "Tiroler Tageszeitung" konnte pro Ausgabe durchschnittlich 92.521 ihrer Hefte verkaufen, die "Presse" kommt liegt bei einem Gesamtverkauf von 76.003, während Konkurrent "Der Standard" 65.609 Stück verkaufte. 70.095 verkaufte Hefte werden für die "Salzburger Nachrichten" ausgewiesen, 65.851 für die "Vorarlberger Nachrichten", 28.624 für das "Wirtschaftsblatt" und 6.847 für die "Neue Vorarlberger Tageszeitung".

Bei den regionalen Wochenzeitungen haben die "Niederösterreichischen Nachrichten" mit einem Gesamtverkauf von 135.645 Exemplaren die Nase vorne, gefolgt von der "Oberösterreichischen Rundschau" mit 132.935 verkauften Heften. Die "Niederösterreichische Rundschau" konnte von Jänner bis März 16.404 Hefte verkaufen, die "BF – Die Burgenlandwoche" kommt auf 12.302 und die "Neue bvz" auf 12.872 verkaufte Exemplare. Wenig Vergleichbares gibt es nach wie vor bei Magazinen mit wöchentlichem Erscheinungsrhythmus: Daten lieferte die ÖAK nur für Kurt Falks "Ganze Woche" und die "Sportwoche". Erstere liegt laut neuem Kategorienschema nun bei einem Gesamtverkauf von 348.973 Stück, die "Sportwoche" verkaufte im 1. Quartal durchschnittlich 44.035 Hefte. Sämtliche Magazine der News-Gruppe sind weiterhin von der Mitgliedschaft der ÖAK sistiert. Keine Vergleichsmöglichkeit gibt es daher auch auf dem Sektor der Wirtschaftsmonatstitel: Der "Gewinn" konnte im 1. Quartal 2004 62.638 Exemplare verkaufen – Konkurrent "trend" lieferte keine Daten.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Printausgabe von Horizont 24/2004, die am 11. Juni 2004 erscheint.

(jed)

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