ÖAK: Daten noch ohne Konjunkturdelle
 

ÖAK: Daten noch ohne Konjunkturdelle

Die ÖAK bietet mit den Auflagenzahlen für das 3.Quartal 2001 erstmals Vergleichdaten seit dem In-Kraft-Treten der ÖAK-Reform.

Mit der Veröffentlichung der Auflagenzahlen für das 3. Quartal 2001 liegen erstmals seit In-Kraft-Treten der ÖAK-Reform im Juli 2000 Vergleichsdaten auf Basis der neuen, härteren "Währung" vor. Bei den Tageszeitungen zeigt sich dabei ein Bild, das die gegenwärtigen konjunkturellen Turbulenzen noch nicht widerspiegelt.

Der Standard etwa konnte trotz Senkung der verbreiteten Auflage in der verkauften Auflage (von 63.671 auf 67.508 Ex.) und bei den Abos ( von 33.599 auf 39.183 Exemplare) zulegen. Die Presse verzeichnet nunmehr 54.283 Abos (im Vergleichsquartal waren es noch 55.934). Die Kleine Zeitung konnte ihre Abos von 211.822 auf 220.172 Exemplare steigern. Dem leicht gesenkten Spezialverkauf entspricht beim Kurier ein leichtes Plus bei den Abos. Deutlicher der Rückgang des Spezialverkaufs bei der Neuen Kronen Zeitung (von 23.494 auf 13.375 Ex.) bei gleichzeitig annähernd doppelt so großem Zuwachs bei den Abos (jetzt 587.125 statt 566.274 Ex.). Und während die OÖN bei den Abos leicht zurückfiel, konnten etwa SN, Tiroler Tageszeitung und WirtschaftsBlatt in diesem Segment schmale Zugewinne verbuchen.



Einen deutlichen Zuwachs im Verkauf an ÖAK-Trägerobjekte verzeichnet im Vergleichszeitraum das tele. Die Zahl stieg von 1 314.823 auf 1 340.042 Exemplare.



Ein mit Spannung erwarteter Vergleich der Entwicklung der Auflagenzahlen der Titel aus der News-Verlagsgruppe muss zum Großteil entfallen. Außer für e-media und profil liegen keine Daten vor, da für News, Format und tv-media zu diesem Zeitpunkt die ÖAK-Mitgliedschaft sistiert war. Profil darf sich aber jedenfalls über einen klaren Zuwachs bei den Abos freuen. Die Anzahl sprang von 38.772 auf 50.804 Exemplare. Gleichzeitig konnte der Spezialverkauf dramatisch von 22.824 auf 9.565 Hefte gesenkt werden.

Bei den Wirtschaftsmagazinen konnte der trend im Vergleichszeitraum die gesamte verkaufte Auflage von 67.874 auf 71.223 Exemplare hochschrauben. Allerdings stieg auch der Spezialverkauf überraschend von 20.082 auf 25.009 Hefte an. Beim Gewinn hingegen spiegelt sich die leicht erhöhte Verbreitung nicht in den Kategorien der Verkaufsauflage wider. Beim Wiener konnte das Niveau der Abo-Zahlen gehalten werden, der Einzelverkauf ging allerdings (zu Lasten der unentgeltlichen Verbreitung?) deutlich zurück. Der Wienerin gelang es wiederum, den Großteil des Rückganges beim Einzelverkauf (von 36.229 auf 29.934 Hefte) in die Abonnements umzuschichten (von 18.995 auf 23.109 Exemplare).

Details zu den Ergebnissen des 3. Quartals 2001 der Österreichischen Auflagenkontrolle entnehmen Sie dem Horizont 49 vom 7. Dezember 2001.

(spr)

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